Herrenberger Flächen scheiden bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager aus. Die untersuchten Gebiete haben sich als wenig geeignet herausgestellt.
Die Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle in Deutschland schreitet voran. Seit 2020 läuft ein gesetzlich geregeltes Verfahren, in dem das gesamte Bundesgebiet systematisch auf seine Eignung geprüft wird. Ziel ist es, bis 2050 einen Standort zu bestimmen, der den bestmöglichen Schutz von Mensch und Umwelt garantiert. Auch Flächen auf Herrenberger Gemarkung waren Teil der Untersuchung. Jetzt steht fest: Sie werden nicht weiterverfolgt. Das teilt die Stadt Herrenberg mit.
Lage im Gebiet „Moldanubikum“
Die betroffenen Flächen in Herrenberg sind demnach Teil des sogenannten Gebiets „Moldanubikum“. Laut der für die Standortsuche zuständigen Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wurden etwa 90 Prozent der Fläche in diesem Teilgebiet der Kategorie C (geringe oder keine Eignung) zugeordnet. Weitere rund fünf Prozent wurden als Kategorie D (ungeeignet) bewertet. Die restlichen fünf Prozent befinden sich noch in der Bearbeitung oder haben die bisherigen Überprüfungen bereits bestanden.
Die untersuchten Flächen in Herrenberg selbst wurden vollständig der Kategorie C zuge-ordnet. Sie gelten somit als wenig oder nicht geeignet für ein Endlager und werden im weiteren Verfahren nicht mehr berücksichtigt.
Weitere Schritte im Verfahren
Ziel ist es, bis Ende 2027 erste Empfehlungen für Standortregionen vorzulegen. Die BGE arbeitet derzeit daran, aus den verbleibenden geeigneten Flächen konkrete Vorschläge für Standortregionen zu entwickeln. Die Endlagersuche ist ein auf Jahrzehnte angelegtes Verfahren. Derzeit befindet sich das Verfahren in einem frühen Stadium – übertägige Erkundungen vor Ort haben noch nicht begonnen.
Weitere Informationen bietet die interaktive Plattform „Endlagersuche-Navigator“ der BGE sowie die Webseite www.base.bund.de.