Daimler will in diesem Jahr seine erste reine Elektroauto-Marke EQC starten. Foto: AP

Der Stuttgarter Autobauer wird künftig keine Elektromotoren mehr mit dem Zulieferer Bosch bauen. Woher künftig die Motoren für die neue Elektroauto-Marke EQC stammen, legte Daimler bislang nicht offen.

Stuttgart/Hildesheim - Der Autobauer Daimler baut künftig keine Elektromotoren mehr mit dem Zulieferer Bosch. Bosch übernehme das 2011 gegründete Gemeinschaftsunternehmen Em-motive komplett, teilte der Technologiekonzern am Donnerstag mit. „Diese Übernahme bietet Bosch nun die Chance, noch breiter am Markt aufzutreten“, begründete der zuständige Geschäftsführer Stefan Hartung den Schritt. Für die etwa 340 Mitarbeiter von EM-motive in Stuttgart und Hildesheim habe die Änderung der Gesellschafterverhältnisse keine unmittelbaren Auswirkungen.

Seit Beginn der Produktion im Jahr 2012 habe das Unternehmen rund 450 000 Elektromotoren produziert. Die Motoren stecken unter anderem in Autos von Daimler, Porsche, Fiat, Volvo sowie Peugeot und dem Streetscooter der Deutschen Post. Was Bosch für die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen gezahlt hat, teilten die Unternehmen nicht mit.

Daimler will Motoren am Weltmarkt kaufen

Das Joint Venture war den Angaben zufolge gegründet worden, um den Einstieg in die Elektromotoren-Fertigung mit kleinen Stückzahlen für beide Partner wirtschaftlich zu gestalten. Daimler will in diesem Jahr seine erste reine Elektroauto-Marke EQC starten. Woher die Motoren stammen, legte das Unternehmen bislang nicht offen. „Aus heutiger Sicht wird Mercedes-Benz Elektromotoren - unter inzwischen guten Wettbewerbsbedingungen - am Weltmarkt kaufen“, teilte Daimler mit.

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