In Frack und Zylinder nehmen die Männer der Wolfacher Geldwäschergilde Abschied von der Fastnacht. Foto: dpa

Brennende Strohpuppen, nasse Geldbeutel, fallende Narrenbäume: Die Narren im Südwesten nehmen tränenreich Abschied von der Fastnacht. Aber zum Trost gibt es ja noch die „Buurefastnacht“.

Wolfach - Die Fünfte Jahreszeit ist vorbei: Im Südwesten haben die Narren am Aschermittwoch tränenreich und mit großem Wehklagen Abschied von der Fastnacht genommen. In vielen Hochburgen hieß das: Rathausschlüssel zurückgeben und Narrenbäume fällen - in manchen Orten wurde die Fastnacht sogar in Form einer Strohpuppe verbrannt, ertränkt oder vergraben.

In Frack und Zylinder haben die Männer der Wolfacher Geldwäschergilde im Schneeregen im Stadtbrunnen ihre Geldbeutel gewaschen. Sie zeigen damit, dass sie ihre Portemonnaies während der Fastnacht völlig geleert haben. Nach der tränenreichen Aktion wurden die Geldbeutel an einer Leine zum Trocknen aufgehängt.

Lange Tradition der Geldbeutelwäsche

Rund 100 Zuschauer verfolgten das Spektakel. Die Geldbeutelwäsche habe in Wolfach bereits eine lange Geschichte, heißt es bei der Narrenzunft. Bereits in einem Buch, das um die Mitte des 19. Jahrhunderts erschien, sei der Brauch erwähnt worden.

Auch in Freiburg, Villingen-Schwenningen und Rottenburg haben sich die Narren mit Geldbeutelwäschen von der Fünften Jahreszeit verabschiedet. Und wer noch nicht genug hat, dem bleibt ja noch die „Buurefasnacht“ samt Umzug in Weil am Rhein am kommenden Sonntag. 30.000 Zuschauer werden etwa 4700 Hästräger bejubeln. Die traditionelle „Buurefasnacht“ gilt als letztes Aufbäumen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht vor der Fastenzeit.

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