Schauspieler Jussie Smollett Foto: AFP

Zwei vermummte Männer überfallen einen Schauspieler, weil der schwarz und schwul ist. So erzählte es Jussie Smollett bei der Polizei. Jetzt stellt sich heraus: Die Geschichte war vermutlich erfunden.

Chicago - Im Fall um einen angeblich rassistischen und homophoben Angriff hat sich der US-Schauspieler Jussie Smollett bei der Polizei in Chicago gestellt. Er meldete sich am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) bei den Behörden, wie Polizeisprecher Anthony Guglielmi der Nachrichtenagentur AP sagte. Am Vortag hatte die Staatsanwaltschaft den Star der Serie „Empire“ wegen der Erstattung einer falschen Anzeige angeklagt. Später am Tag soll Smollett vor Gericht erscheinen.

Der offen schwul lebende schwarze Schauspieler hatte behauptet, dass er am 29. Januar um zwei Uhr morgens auf dem Weg nach Hause von zwei vermummten Männern überfallen worden sei. Sie hätten ihn zusammengeschlagen, rassistisch und homophob beschimpft und ihm eine Schlinge um den Hals gelegt. Dabei sollen sie nach Smolletts Darstellung gebrüllt haben: „Das ist „MAGA“-Land“, eine Anspielung auf Donald Trumps Parole „Make America Great Again“ (MAGA).

Im Zuge der Ermittlungen hatte sich der Verdachtsfall von zwei Brüdern hin zu Smollett gedreht. Dem 36-jährigen Darsteller drohen eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren und die Kostenübernahme der Ermittlungen.

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