Mette-Marit und Haakon von Norwegen bei der Friedensnobelpreisverleihung am Montag in Oslo Foto: imago/UPI Photo

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit kann ihre Tränen bei der Friedensnobelpreisverleihung in Oslo nicht zurückhalten. Was sie so traurig machte.

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (45) nahm zusammen mit ihrem Mann, Kronprinz Haakon von Norwegen (45), bei der Friedensnobelpreisverleihung am Montag in Oslo teil. Einerseits war es ein schöner Anblick, die chronisch kranke Prinzessin in ihrem beige-cremefarbenen Fendi-Kleid bei dem Traditionsevent zu sehen. Andererseits rührten ihre Tränen auch die Zuschauer zutiefst.

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Warum sie so weinte, lag an der Rede, die die Preisträgerin Nadia Murad (25) hielt. Die irakische Jesidin, ehemalige ISIS-Sexsklavin und heutige Menschenrechtsaktivistin, die sich nach ihrer Flucht dem Kampf gegen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe und in bewaffneten Konflikten verschrieben hat, berichtete über die Torturen, die viele junge Frauen nach wie vor Tag für Tag erleben müssen.

Erst im Oktober hatte das norwegische Königshaus bekannt gegeben, dass Kronprinzessin Mette-Marit an einer chronischen Lungenerkrankung (Lungenfibrose) erkrankt ist. Deswegen werde sie künftig zeitweise weniger öffentliche Auftritte wahrnehmen, wie es hieß. Solche Termine wie die Preisverleihung an Nadia Murad und den Arzt Dr. Denis Mukwege (63), der in den vergangenen Jahren rund 50.000 Vergewaltigungsopfer in der Demokratischen Republik Kongo betreute, lässt sie sich aber offenbar nicht nehmen.

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