Christiano Ronaldo war der alles überragende Spieler bei 6:2 seiner Portugiesen gegen Bosnien-Herzegowina. Foto: AP

Tschechen, Kroaten, Iren und Portugiesen haben sich die letzten Tickets für die EM 2012 gesichert.

Berlin - Tschechien, Kroatien, Irland und Portugal haben sich im Qualifikations-Schlussspurt keine Blöße gegeben und dürfen nach finalen Kraftakten über die Teilnahme an der Fußball-EM 2012 jubeln. Während sich Kroaten (0:0 gegen die Türkei) und Iren (1:1 gegen Estland) vor heimischem Publikum zu Unentschieden mühten, erkämpften die Tschechen in Montenegro ein schmeichelhaftes 1:0 (0:0). Ein Offensivspektakel und Cristiano Ronaldo in Bestform bescherte den Portugiesen ein 6:2 (2:1) über Bosnien-Herzegowina.

Türkei-Trainer Hiddink vor dem Aus

Das Quali-Aus der Türken dürfte das Ende der Ära von Trainer Guus Hiddink bedeuten. Schon vor der Partie in Zagreb, in der Hamit Altintop und Co. nach dem bitteren 0:3 im Hinspiel eine Sensation benötigt hätten, hatten türkische Medien über den bevorstehenden Rücktritt des Niederländers berichtet. Die Türkei, die bei zwei Pfostentreffern von Altintop auch noch Pech hatte, verpasste nach der WM 2010 in Südafrika das zweite Großturnier in Serie. Die Kroaten um die Bundesliga-Spieler Ivica Olic, Danijel Pranjic (beide FC Bayern), Mario Mandzukic (VfL Wolfsburg) und Ivan Perisic (Borussia Dortmund) fahren dagegen zum vierten Mal zu einer EM. Das Turnier-Ticket für das Team von Trainer Slaven Bilic war nach dem furiosen Auswärtserfolg in Istanbul praktisch nicht mehr in Gefahr.

Irland erstmals seit 2002 bei einem Großturnier

Irland musste lange auf die Teilnahme an einem Großturnier warten - letztmals waren die Insel-Kicker 2002 bei der WM in Japan und Südkorea dabei. Durch das klare 4:0 im Hinspiel in Estland war dem Team von Trainer Giovanni Trapattoni die zweite EM-Teilnahme nach 1988 aber kaum noch zu nehmen. Vor rund 50 000 Zuschauern in Dublin brachte Stephen Ward die Iren in Führung (32. Minute), Konstantin Vassiljev belohnte nach der Pause die Bemühungen der Gäste (57.).

Rondaldo sorgt für Offensivspektakel in Portugal

Ein Traumstart mit überragenden Treffern von Ronaldo (8.) und Nani (24.) brachte die Portugiesen früh auf Kurs, nach dem 1:2 durch Zvjezdan Misimovic per Handelfmeter und einer Drangphase der Gäste nach der Pause wurde es plötzlich wieder spannend. Erst als Ronaldo den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte (53.) und Bosniens Senad Lulic mit Gelb-Rot vom Platz flog (55.), nahm das Match seinen Lauf. Helder Postiga (72./84.) und Miguel Veloso (80.) schraubten das Ergebnis in die Höhe, Emir Spahic gelang nur das zwischenzeitliche 2:3 (65.).

In Podgorica bewahrte Tschechiens Torhüter Petr Cech sein Team mit Glanzparaden vor dem Rückstand gegen tapfer kämpfende Hausherren. Einen Konter in der 81. Minute schloss Petr Jiracek ab. Trotz der Niederlage feierten die heimischen Fans ihre Mannschaft, die schon in der Vorwoche in Prag unglücklich mit 0:2 den Kürzeren gezogen hatte.

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