Die Kinder rennen von einer Hüpfburg zur nächsten und erkunden die Vielfalt der Hüpfelemente. Foto: Andreas Essig

Wo sonst die Kunsteisbahn zum Schlittschuhlaufen lockt, kann nun nach Herzenslust herumgetollt und geklettert werden. Am Wochenende eröffneten die Stadtwerke Ludwigsburg und Leiter der Kunsteisbahn, Waldemar Fehr die neue Sommerattraktion. Auch ein Ninja-Parcours ist dabei.

„Hier gibt es sogar eine Hüpfburg“, ruft ein Junge aufgeregt seinem Freund zu. Sie warten an diesem Nachmittag, dass die Ludwigsburger Kunsteisbahn ihre Türen öffnet. Drinnen warten elf verschiedene Hüpfburgen auf die beiden, da springt ihr Herz gleich noch mal höher.

 

Waldemar Fehr, der Leiter der Kunsteisbahn, hat auf der Fläche, auf der im Winter die Eisbahn liegt, ein abwechslungsreiches Hüpfburgenparadies geschaffen. In allerletzter Minute. „Der Ninja-Parcours ist nagelneu und kam erst gestern Abend hier an“, sagt Fehr. In der Nacht sei er noch schnell aufgebaut worden. Ein Teil des Parcours konnte schon im Sommer 2022 getestet werden. Nun wurde er zu einem 600 Quadratmeter großen Klettergarten erweitert.

Kinder ab sechs Jahren können dort springen, rutschen und sich vom einen Hindernis zum Nächsten hangeln. Raphael hüpft schon einige Runden durch die riesige Hüpfburg. „Man hat eine unglaubliche Vielfalt an Aufgaben“, sagt der Elfjährige. Ob es anstrengend ist? „Wenn man genug isst und trinkt, geht das schon.“ Sein Vater David Deska hat ebenfalls einen guten Eindruck von der Anlage. „Es ist ein wunderbares Angebot und der Preis ist für den Aufwand völlig in Ordnung.“ Fünf Euro kostet ein Tagesticket für alle über vier Jahre. „Bis jetzt ist es ein voller Erfolg“, so Fehr. „Im Laufe der Saison wechseln wir die Hüpfburgen immer wieder durch, sodass es nicht langweilig wird.“

Auch Erwachsene kommen auf ihre Kosten

Neben dem Ninja-Parcours, der auch für Erwachsene geeignet ist, gibt es vier einfache Hüpfburgen für Kleinkinder, zwei Spielewelten mit Kletterelement oder Bällen, drei Luftkissen mit Rutschen und eine Gokart-Bahn. „Die Fahrzeuge bewegen sich in Schrittgeschwindigkeit. So können auch kleine Kinder damit fahren.“ Eine sogenannte IWall rundet das Spaßangebot ab. „Hier kann man Videospiele mit Bewegung spielen, nicht nur vom Sofa aus“, sagt Fehr.

Seine Hauptaufgabe sei es sowohl im Winter als auch jetzt im Sommer, die Menschen in Bewegung zu bringen. Ob mit Schlittschuhen an den Füßen, auf Hüpfburgen oder mit Hilfe von Videospielen – das sei ihm gleich. Die IWall verfügt über mehrere digitale Spiele, bei denen es um körperliche Geschicklichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit geht. Zur Auswahl stehen beispielsweise Fußball, Frisbee, Tanzspiele oder klassische Jump’n’Run Abenteuer.

Die 18-jährige Leni und ihre zwölfjährige Schwester Maira warten, bis sie die Videospiele ausprobieren können. Für sie sei der Ninja-Parcours und die IWall am interessantesten. „Wir hätten uns auch über eine Rollschuhdisco gefreut“, ergänzt Mama Stefanie.

Simone und Olga aus Kornwestheim sehen ihre acht- und zehnjährigen Kinder nur kurz vorbeirennen. „Wir könnten hier auch einfach Kaffee trinken, während die Kinder ihren Spaß haben“, sagt Simone. Die Anlage sei „richtig gut gelungen“. Die beiden Freundinnen wollen definitiv wieder kommen. „Wer seine Kinder im Blick haben möchte, sollte ihnen auffällige Farben anziehen“, sagt Olga aus Erfahrung. Die fünfjährige Anna begutachtet mit ihrer Mama im Schlepptau die große Auswahl. Die Dino-Erlebnishüpfburg mit dem Blasebalg in der Mitte, den sie Pudding nennt, hat es ihr besonders angetan. „Da legt man sich drauf und wird dann immer wieder rausgeschleudert“, freut sie sich. Nun will sie aber noch schnell eine andere Hüpfburg entdecken.

Hüpfspaß nur mit Socken

Aus hygienischen Gründen dürfen die Spielgeräte nur mit Socken betreten werden. „Wir werden noch die Laufwege mit Teppichen auslegen“, verspricht Fehr. Eltern könnten mit ihren Kindern kommen, sobald diese laufen können. „Es ist für jedes Alter das Passende dabei.“ Mit Hilfe der Eltern schaffen sogar die Kleinsten Abschnitte des Ninja-Parcours. Theo hat es aus eigener Kraft zum ersten großen Hindernis geschafft. „Danach habe ich ihn rausgeholt und nach dem Hindernis wieder eingesetzt“, berichtet sein Papa. Der Dreijährige hat so die schwierige Strecke gemeistert. Bei seinem großen Bruder Anton steht diese Hüpfburg ebenfalls hoch im Kurs. „Ich mag, dass man da viele Sachen machen kann“, sagt der Achtjährige. Sein Papa hofft, dass die beiden sich hier ordentlich austoben. „Das ist perfekt. Wir sind hier drei Stunden zum Auspowern, und danach schlafen alle gut.“

Die große Halle biete sich auch für Kindergeburtstage gut an. „Man kann einfach vorbeikommen, ohne Anmeldung“, so der Leiter der Eisbahn. Auch für private Veranstaltungen oder Firmenevents kann die Halle gemietet werden. „Außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten vermieten wir die Location. Wie viel das genau kostet, müssen wir noch sehen.“ Das sei vom Stromverbrauch der Anlage abhängig.

Ausflug zum Ninja-Parcours

Verpflegung
An den Wochenenden und nach Bedarf hat der Kiosk in der Halle geöffnet. Dort werden unter anderem kalte Speisen verkaufen. Kühle Getränke und Snacks können auch außerhalb der Kiosköffnungszeiten erworben werden. Die Gäste können ihre Speisen und Getränke auch selbst mitbringen. Es gibt zahlreiche Tische, an denen gegessen werden kann. Diese können für Kindergeburtstagsfeiern allerdings nicht reserviert werden.

Öffnungszeiten und Kosten
Die Anlage ist von Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene und Kinder über vier Jahre zahlen fünf Euro Eintritt. Geburtstagskinder die in den letzten sieben Tagen Geburtstag hatten und Kinder, die jünger als vier Jahre sind, haben freien Eintritt.