Bisher hat vor allem die EnBW Ladesäulen in Stuttgart aufgebaut. Die Stadt schreibt jetzt weitere Standorte aus. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

In den nächsten Jahren soll es mehr E-Autos geben, deren Batterien müssen auch geladen werden können. Die Stadt Stuttgart schreibt 346 öffentlich zugängliche Standorte aus.

Stuttgart - Wer in der Landeshauptstadt mit dem Elektroauto fährt, soll künftig ein dichteres Netz an Ladesäulen vorfinden. Investoren können sich von diesem Freitag an bei der Stadt um insgesamt 346 freie Plätze für Stationen im öffentlichen Straßenraum bewerben. Bis zum 27. September werden alle Anfragen nach einem Punktesystem beurteilt. Im Zweifelsfall entscheidet das Los darüber, wer am jeweiligen Standort weitere Säulen aufbauen und für acht Jahre betreiben darf. Eine Pacht erhebt die Stadt nicht, allerdings will sie künftig wissen, welche Strommenge jährlich am jeweiligen Standort abgegeben und wie oft geladen wird.

Unterschiedliche Zahlen

Die Stadtverwaltung zählt bisher 158 Ladestationen, an die im Regelfall zwei E-Fahrzeuge angeschlossen und mit 22 Kilowattstunden pro Stunde versorgt werden können. Tatsächlich aber gibt es mehr. Allein die Energie Baden-Württemberg (EnBW) nannte zuletzt 205 Stationen. „Wir zählen nur jene auf Flächen, auf die die Stadt Zugriff hat“, so Michael Hagel von der Abteilung Mobilität der Stadtverwaltung. Er rechnet mit einer anfangs starken Nachfrage nach den Flächen. Die Genehmigung für die EnBW-Säulen, die im Zusammenhang mit dem Car2go-Mietsystem (E-Smart) aufgebaut worden war, läuft Ende November 2020 aus. Die Standorte sollen laut Hagel bleiben, die Konditionen müssten an die neue Richtlinie angepasst und damit vereinheitlicht werden.

Die Stadtverwaltung hat die bisherige Versorgung mit Ladesäulen in einer Karte im Netz dargestellt und für jeden Stadtteil die noch mögliche Ausbauzahl genannt. So finden sich an der Uni in der City zum Beispiel noch drei Standorte, im Heusteigviertel zwei, im Lehen (Süd), Vogelsang (West) oder Fasanenhof fünf oder sechs, in Weilimdorf sieben, im Stadtteil Schützenbühl (Zuffenhausen) sogar acht Plätze. In wenigen Bezirken gilt der Bedarf als gesättigt. Bei einem starken Zuwachs an E-Autos kann sich diese Einschätzung aber ändern. In Stuttgart sind aktuell 2000 reine E-Autos zugelassen.

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