Weitere Ladepunkte sind im Landkreis geplant. Foto: picture alliance/dpa

Mit einem Ladeinfrastrukturkonzept will der Landkreis Böblingen das Deutschlandnetz ergänzen und zudem Kommunen beim Ausbau unterstützen.

Der Landkreis Böblingen hat ein Ladeinfrastrukturkonzept erstellt. Dieses Konzept soll das sogenannte Deutschlandnetz des Bundes gezielt ergänzen und allen Kommunen eine Hilfestellung zum Ausbau der elektrischen Ladeinfrastruktur bieten.

 

„Eine bedarfsgerechte und flächendeckende Infrastruktur für Elektro-Autos bedeutet einen Standortvorteil für Kommunen und den Wirtschaftsstandort Böblingen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Im Landkreis gebe es derzeit 1718 öffentlich zugängliche Ladepunkte (davon 176 Schnellladepunkte) für Elektrofahrzeuge. Dies seien bereits 469 Ladepunkte mehr als Anfang 2023.

Ziel des Deutschlandnetzes ist der Aufbau eines nutzerfreundlichen Schnellladenetzes mit mehr als 900 Standorten und rund 8000 Schnellladepunkten bundesweit. Im Landkreis Böblingen wurden vom Bundesverkehrsministerium drei regionale Suchräume mit einem Radius von zwei Kilometern um Herrenberg, Böblingen und Leonberg festgelegt. In diesen Gebieten werden jeweils vier bis acht Ladepunkte aufgebaut.

„Die Deutschlandnetz-Standorte werden beleuchtet, barrierefrei und täglich rund um die Uhr geöffnet sein“, schreibt das Landratsamt. Jede Station bietet mindestens 200 kW Ladeleistung. Zwar werde es im Landkreis keinen D-Netz geförderten Schnellladepunkt für Autos direkt an den Parkplätzen der Bundesautobahnen geben (die Raststätten Sindelfinger Wald und Schönbuch sind bereits mit CCS-Ladesäulen ausgestattet), allerdings wird die Raststätte Sindelfinger Wald als zusätzlicher LKW-Schnellladepunkt in einer Förderung berücksichtigt. Außerdem gibt es bereits in der Nähe sämtlicher Autobahnabfahrten im Kreis Schnellladestationen.