Ohne hohe Subventionen gäbe es viel weniger Elektroautos. Foto: dpa-tmn/Julian Stratenschulte

Der Staat fördert die E-Mobilität noch auf Jahre hinaus mit hohen Summen. Das verschleppt deren Marktfähigkeit.

Stuttgart - In der Pandemie setzen selbst umweltbewusste Bürger verstärkt darauf, sich mit dem eigenen Auto fortzubewegen. Der gesteigerte Bedarf an Auto-Mobilität trifft auf einen Markt, der angesichts der Chipkrise und von Produktionskürzungen stark angespannt ist. Die Rabatte sinken, und die Preise für die meisten Gebrauchtwagen steigen stark.

 

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Eine gegensätzliche Entwicklung ist bei E-Autos zu beobachten, deren Verkauf durch massive staatliche Subventionen getrieben ist. Doch die staatlichen Schnäppchen-Aktionen, die den Preis teilweise halbieren, verzerren den Markt. Der Wertverlust ist beträchtlich, denn kaum jemand will ein Gebrauchtfahrzeug, wenn es das Auto dank Prämie fast ohne Mehrkosten auch fabrikneu gibt. Das führt dazu, dass die Verkäufer später viel von ihrer Prämie wieder verlieren.

Dauersubventionen schaden dem Ziel

So richtig es sein mag, neue Technologien anzuschieben – der Plan, die massive Prämie auf 2025 auszudehnen, geht viel zu weit. Dabei sind die bis zu 9000 Euro Kaufsubvention nur ein Teil der Förderung – starke Erleichterungen wie die Befreiung von der Kfz-Steuer und die halbierte Dienstwagensteuer kommen noch hinzu. Wettbewerbsfähig ist eine Technologie aber erst, wenn sie auch ohne hohe Subventionen gefragt ist. Schon beim Ökostrom hat das Abschmelzen der Förderung den Technologien auf die Sprünge geholfen. Dauersubventionen dagegen bremsen den Fortschritt und treiben den Preis der Energiewende weiter in die Höhe.