Mit dem gläsernen Aufzug können Oldtimer-Fans ihre Prachtstücke in die oberen Stockwerke bringen. Foto: Horst Rudel

Nach 18 Monaten Umbau ist aus der alten Pflugfabrik Ventzki das Zweigwerk Nr. 11 geworden. Der Bauunternehmer Peter Lampart und der Eventmanager Michael Haiser machen dort vor, wie man alte Fabriken in Schmuckstücke verwandeln kann.

Eislingen - Am Samstag in einer Woche ist es soweit, dann können sich die Bürger zum ersten mal in den Hallen der ehemaligen Pflugfabrik Ventzki umschauen, die der Göppinger Bauunternehmer Peter Lampart zusammen mit seinen Partnern in ein multifunktionales Zentrum für Autofans verwandelt hat: In den drei oberen Stockwerken können Oldtimerfans ihre Schätze einstellen, im Erdgeschoss gibt es Platz für Gastronomie, Veranstaltungen und Messen.

Das Programm am Samstagabend wird wohl eher die jüngeren Göppinger anlocken: Die Tune Brothers, die früher auch öfter im Club Rouge und dem Red Room an den Plattentellern standen, legen von 21 Uhr an auf, die Bar hat geöffnet und es darf getanzt werden. Am Sonntag wendet sich das Programm dann eher an Familien und ältere Besucher: Von 10 Uhr an gibt es bei einem Tag der offenen Tür ein Weißwurstfrühstück, außerdem gibt es Angebote für Kinder, etwa Kinderschminken, einen Malwettbewerb und eine Hüpfburg.

Im Eventbereich kommt im Jahr 2018 noch einiges hinzu

In den ehemaligen Fabrikhallen gehen zurzeit die Handwerker aus und ein. Während in den oberen Stockwerken bereits einige der insgesamt 120 Plätze für Oldtimer belegt sind, muss in den Veranstaltungsräumen noch einiges fertig werden. Zurzeit richten Bauarbeiter in der großen Halle etwa die Wände, demnächst soll der alte Betonboden aufpoliert werden, die Sanitärräume sind hingegen schon fertig. Und auch das Herzstück des Eventbereichs im Erdgeschoss ist für die Besucher bereit und strahlt schicke Gemütlichkeit aus: ein Loungebereich mit gediegener Bar, Kaminfeuer, einer Bücherwand, dicken Ledersesseln und Sofa. Bei Bedarf kann der Bereich noch erweitert werden.

„Bis zur Eröffnung ist der große Veranstaltungsraum soweit, das schaffen wir“, gibt sich Nicole Haiser zuversichtlich. Die Schwester von Lamparts Partner, dem Stuttgarter Eventmanager Michael Haiser, hat im Zweigwerk die Eventplanung übernommen. Und selbst wenn der Raum nicht in allen Details fertiggestellt sein werde, sagt Haiser, „zum Feiern wird es auf jeden Fall reichen.“ Überhaupt ist nicht geplant, nach der Eröffnung sofort das volle Veranstaltungsprogramm anzubieten. Während für die Autobesitzer, die ihre Wagen einstellen, längst alles fertig ist und auch für die Angebote an Firmen – etwa Feiern und Veranstaltungen im Eventbereich – das meiste bereit ist, müssen die normalen Gäste auf so manches Angebot noch etwas warten.

Familienfrühstück und Biergarten

So wollen die Organisatoren etwa vom kommenden Jahr an sonntags ein Familienfrühstück anbieten, im Sommer soll auf dem frisch gepflasterten Platz vor dem Gebäude ein Biergarten entstehen, ein Dachgarten sowie eine Kellerbar werden nach den aktuellen Plänen erst Ende des kommenden Jahres fertig gestellt. „Für die Besucher wird es sich also lohnen, immer wieder mal vorbei zu schauen, es kommt immer wieder etwas neues dazu“, sagt Haiser.

Die Idee zu dem Projekt entstand, nachdem Lampart vor einigen Jahren das Firmengelände gekauft hatte – ursprünglich als Lager für seine Baufirma. Doch weil so viel Platz übrig gewesen und das Gebäude mit seinen roten Backsteinen so ansprechend sei, habe er sich ein weitergehendes Nutzungskonzept überlegt, berichtet der Oldtimer-Fan, der selbst einige Fahrzeuge im Zweigwerk eingestellt hat. Lampart ist zuversichtlich, dass sich die Investition auszahlt, schließlich gebe es jetzt schon viel Interesse aus der Automobil-Szene.

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