Der Skateplatz neben dem Eislinger Jugendhaus Talx soll weitere Sportgeräte erhalten. Foto: Stadt Eislingen

Kinoabende und Motto-Partys wollen die Jugendlichen künftig im Eislinger Jugendhaus veranstalten – als nächstes Projekt soll der Skatepark saniert werden.

Eislingen - Das Jugendhaus Talx in der Schlossstraße in Eislingen soll sich zu einem generationenübergreifenden Ort der Vielfalt entwickeln. Das ist das Ziel der neuen Konzeption, die junge Erwachsene ehrenamtlich gemeinsam mit den Sozialpädagogen des städtischen Kinder- und Jugendbüros im Arbeitskreis Talx umsetzen. Als erster Schritt wurde das Jugendhaus mit viel Eigenarbeit günstig renoviert, nun soll die Sanierung des benachbarten Skateplatzes folgen. Die Beteiligung der Jugendlichen hat Modellcharakter für weitere Projekte in der Stadt.

Mit eigenen Projekten die Jugendlichen einbinden

„Experten für Jugendarbeit sind die Jugendlichen selbst und nicht die Erwachsenen“, sagt Tobias Friedel vom Kinder- und Jugendbüro. Gemeinsam mit seiner Kollegin Susanne Lehmann moderiert und begleitet der Sozialpädagoge die Neuausrichtung der offenen Jugendarbeit in der Stadt. „Wir brauchen Projekte zum Anfassen, mit denen sich die Jugendlichen identifizieren“ sagt Friedel, denn auf solche selbst gestalteten Räume, wie es neuerdings im Talx gibt, würden die Jugendlichen auch besser aufpassen.

Ein Teil dieser Arbeit ist mit der Renovierung und teilweisen Neumöblierung des Talx bereits geschehen. Für den Veranstaltungsraum im Erdgeschoss hat der Arbeitskreis, in dem rund 15 Heranwachsende im Alter von 17 bis 23 Jahren aktiv sind, eine neue Licht- und Tonanlage installiert. Beim Möbelbau aus Paletten konnten sich die Jugendlichen auch handwerklich einbringen. Nun fehle nur noch ein DJ-Pult, berichtet Friedel, der den ehrenamtlichen Einsatz der jungen Eislinger lobt.

Kino und Motto-Partys geplant

In dem Veranstaltungsraum wollen die Jugendlichen Motto-Partys und Kinoabende anbieten, da es seit dem Abriss des Schlosstheaters kein Kino mehr in der Stadt gebe. Zudem könne man den Raum für private Feste mieten; auch darum kümmern sich künftig die Ehrenamtlichen. Im neuen Jahr steht die Sanierung des Skateplatzes neben dem Talx an. Ein Modell haben die Jugendlichen bereits präsentiert, und die Stadt Eislingen will dafür 2018 das nötige Geld zur Verfügung stellen. Allein 15 000 Euro stehen im laufenden Etat bereit. Immerhin sollen der Platz frisch asphaltiert, die Halfpipe neu beschichtet und mehrere Skatebauwerke angeschafft werden. Als pädagogische Aufgabe bezeichnet Friedel auch die Zusammenarbeit mit weiteren ehrenamtlichen Gruppen wie dem Elterncafé, einer Sport-Stackinggruppe und dem Kreativtreff für Frauen. Das sei eine angenehm bunte Mischung, die die Räume im Obergeschoss nutze.

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