Eishockey Trainer Gaudet und Steelers so gut wie einig

Von sec 

Kevin Gaudet: Der Kanadier wird seine erfolgreiche Arbeit im Ellental wohl fortsetzen. Foto: Baumann
Kevin Gaudet: Der Kanadier wird seine erfolgreiche Arbeit im Ellental wohl fortsetzen. Foto: Baumann

Eigentlich sollte die Entscheidung schon Ende Januar verkündet werden, doch die Verhandlungen zogen sich hin – nun sind sie so gut wie abgeschlossen. Kevin Gaudet wird seinen Vertrag beim Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers wohl verlängern.

Bietigheim - Eigentlich sollte die Entscheidung schon Ende Januar verkündet werden, doch die Verhandlungen zogen sich hin – nun sind sie so gut wie abgeschlossen. Kevin Gaudet wird seinen Vertrag beim Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers wohl verlängern. „Spätestens Ende der ­Woche verkünden wir eine Entscheidung“, sagte der Kanadier, „mein Wunsch ist es, bei den Steelers zu bleiben.“ Am Donnerstag vor dem Heimspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) in der Ege-Trans-Arena gegen die Tower Stars aus Ravensburg saß Gaudet noch einmal mit Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch zusammen, um die letzten Details zu klären. „Es geht nur noch um Kleinigkeiten“ bestätigte Schoch den nahen Abschluss der Verhandlungen.

Es gibt viele Gründe, die für eine Verlängerung der Zusammenarbeit sprechen. Gaudet ist in Bietigheim heimisch geworden, er und seine Gattin Robin Niderost leben seit nahezu fünf Jahren an der Enz – er ist Steelers-Coach, Robin arbeitet als Fitnesstrainerin ebenfalls mit den Eishockey-Profis. Ein Umzug muss nicht sein. „Ich hatte auf jeder Station Erfolg. Ich habe immer versucht, dorthin zu gehen, wohin ich will, und nicht weil ich muss“, sagte Gaudet. Maxime ist allerdings der sportliche Erfolg für die Weiterbeschäftigung in Bietigheim – und das Resultat stimmt voll und ganz. Der Mann aus Moncton übernahm die Steelers im November 2011, in seiner Vereinsvita stehen seitdem zweimal der Gewinn des DEB-Pokals sowie zwei Zweitliga-Meisterschaften. Gaudet ist der erfolgreichste Trainer in der Bietigheimer Eishockey-Historie.

Das Lazarett der Steelers wird nicht kleiner

Besonders in diesen Wochen sind die Flexibilität und das Fachwissen des 52-Jährigen vonnöten. Das Lazarett der Steelers wird und wird nicht kleiner – sieben Spiele vor Beginn der Play-offs am 11. März muss Gaudet die Reihen immer wieder umstellen. Insgesamt sechs Profis – Marcus Sommerfeld, David Wrigley, Matt McKnight, Sebastian Alt, Marcel Kahle und Markus Gleich – fallen derzeit noch aus. „Meine Mannschaft gleicht diese Ausfälle damit aus, indem sie einen unglaublichen Teamgeist auf dem Eis an den Tag legt; da kämpft jeder für den ­an­deren“, berichtete der kanadische Trainer, der inständig hofft, dass sich die angespannte Personalsituation bis zu den Play-offs wieder ein Stück weit lockert.

Trotz Verletzungssorgen stellt Gaudet seine Cracks bestens ein, es läuft für die Steelers gut, sie führen die Tabelle der DEL 2 an. Durch einen klaren 5:0-Sieg im Spitzenspiel am vergangenen Wochenende gegen den Drittplatzierten Kassel Huskies haben die Bietigheimer die 100-Punkte-Marke geknackt – die Titelverteidigung, die dritte Zweitliga-Meisterschaft mit den Steelers, ist etwas, das Gaudet an der Enz noch erreichen will. Verlockend ist aber ein ganz großes Ziel mit den Steelers: der Aufstieg in die DEL, der nach der geplanten Regeländerung zum Ende der Saison 2017/18 möglich wäre. Noch ein triftiger Grund, den Vertrag mit den Bietigheim Steelers zu verlängern.

 

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