Toni Ritter (links) erzielte gegen Füssen in der Verlängerung den Siegtreffer für die Stuttgart Rebels. Foto: Günter Bergmann

Im Duell gegen den EV Füssen beweist der Stuttgarter Eishockey-Oberligist Charakter. Ein glücklicher Treffer wird zum entscheidenden Knackpunkt.

Die Stuttgarter Rebels haben am Freitagabend einen weiteren wichtigen Sieg im Kampf um die Pre-Playoffs gefeiert. Beim EV Füssen gewann der Eishockey-Oberligist in einer hart umkämpften Partie erst in der Verlängerung mit 4:3. „Das Spiel hatte richtige Playoff-Atmosphäre“, sagt der Sportliche Leiter Matt Pistilli.

 

An der Bande unterstützte der verletzte Stürmer Matt Pistilli erneut Neu-Coach Eu-Jin Yap. Zudem fehlte Routinier Jannik Herm, der nach einem Check gegen Kopf und Nacken gesperrt war. Die Füssener schlugen in ihrem ersten eigenen Powerplay zu und erzielten durch Marek Slavik die Führung. Im zweiten Abschnitt erhöhte Bauer Neudecker mit einem Abstauber auf 2:0 für die Gastgeber. Nach dem Anschlusstreffer von Jack Bloem steigerten die Rebels den Druck und wurden gefährlicher. Dennoch kassierten sie im Schlussdrittel durch Julian Straub einen weiteren Gegentreffer.

Neuzugang Elvis Gorontzy-Slack und Topscorer Alex Blais retteten die Stuttgarter in die Overtime. Der Treffer von Gorontzy-Slack in der 54. Minute war der Knackpunkt des Spiels. Der Kanadier traf mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel. „Das Tor war ein bisschen glücklich, hat uns aber Energie gegeben“, sagt Pistilli. Nach einem darauffolgenden Powerplay erzielte Blais dann den Ausgleich, der schließlich die Verlängerung erzwang.

Dort erzielte Toni Ritter kurz vor Ablauf der Uhr den Stuttgarter Siegtreffer und sicherte den Rebels den wichtigen Zusatzpunkt. „Bei den letzten beiden Treffern und dem Siegtor habe ich einen starken Charakter meiner Mannschaft gesehen“, sagt Pistilli. Auch Füssens Trainer Daniel Jun zollte der Einstellung der Stuttgarter Spieler auf der anschließenden Pressekonferenz Respekt: „Hut ab. Zwei-Tore-Rückstand und das Team hat immer gekämpft.“ Dies, so der Füssener Coach weiter, zeige die Playoff-Qualität der Spieler, bei denen Kleinigkeiten das Spiel entscheiden.

Am Sonntag gegen den SC Riessersee

Nach dem Spiel traten die Stuttgarter die lange Heimreise an. Bereits am Sonntag ging es für sie jedoch erneut nach Bayern. Am Sonntagabend (18 Uhr) steht in Garmisch-Partenkirchen gegen den SC Riessersee das nächste Auswärtsspiel an.

Statistik zum Spiel

Tore:
1:0 Slavik (11.), 2:0 Neudecker (24.), 2:1 Bloem (31.), 3:1 Straub (42.), 3:2 Gorontzy-Slack (54.), 3:3 Blais (58.), 3:4 Ritter (65.).

Strafzeiten:
Füssen 16 Minuten / Stuttgart 20 Minuten

Zuschauer:
897