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Der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels wird nach starkem ersten Drittel übermütig und bekommt gegen das Spitzenteam von Deggendorf die Quittung.

Der Wiedereinstieg nach der Deutschland-Cup-Pause ging für den Eishockey-Oberligisten Stuttgart Rebels gewaltig daneben. Vor 750 Zuschauer setzte es gegen den Zweitplatzierten Deggendorfer SC eine 2:10- Heimpackung. Es gibt aber auch positive Neuigkeiten. Die Degerlocher haben einen weiteren Stürmer verpflichtet, der möglicherweise schon an diesem Sonntag im Spiel bei den Höchstadt Alligators mitwirken kann.

 

Derweil haben die Rebels – sie mussten auf ihren besten Torschützen Nico Geidl und Jayden Lammel (beide Unterkörper-Verletzung) sowie auf die sonstigen Unterstützer aus Mannheim verzichten – ein starkes erstes, torloses Drittel gezeigt. „Dann wollten die Jungs zu viel, haben die Defensive vernachlässigt, zu viele Turnover fabriziert und Konter zugelassen“, sagt der Sportliche Leiter Matt Pistilli. Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten und führten nach Durchgang zwei mit 6:1 – unter anderem jubelte in Viktor Buchner ein Ex-Stuttgarter. Zum zwischenzeitlichen 1:4 für die Heimmannschaft verkürzte Kapitän Dane Montgomery. Vorbereiter war die Mannheimer Leihgabe Jannik Dornberger bei seinem ersten Einsatz für das Waldau-Team. Kurz danach ergab sich die Möglichkeit zum 2:4 – der neue Rebels-Torjäger Wyatt Schingoethe scheiterte aber beim Penalty an Schlussmann und Routinier Timo Pielmeier. Immerhin: Schingoethe trug sich kurz vor dem Ende in seinem vierten Spiel für die Degerlocher dann doch noch in die Torjägerliste ein – es war bereits Treffer Nummer sechs. Bester Schütze war aber einer der Deggendorfer Jackson-Zwillinge, Dylan, mit einem Viererpack.

Auf Wiedergutmachung hoffen die Rebels am Sonntag beim Vorletzten in Höchstadt. Jedoch erneut mit einer kurzen Bank und voraussichtlich nur fünf Verteidigern. Aber dafür mit dem neuen Stürmer Jack Bloem, insofern der Verband die Spielerlaubnis bereits erteilt. Für den 27-jährigen US-Amerikaner mit deutschem Pass wäre ein Rebels-Debüt in Höchstadt eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. In der vergangenen Runde trug er das Trikot der Alligators und sammelte in 50 Partien 40 Scorerpunkte. In der aktuellen Spielzeit ging er bislang für den Nord-Oberligisten Duisburger Füchse aufs Eis. Seine Ausbeute fiel vergleichsweise geringer aus: 14 Spiele, vier Tore und zwei Assists.

Tore: 0:1 Dylan Jackson (23:11), 0:2 Buchner (26:23), 0:3 Leinweber (26:55), 0:4 Humberstone (28:48/Überzahl), 1:4 Mongomery (29:18), 1:5 Ty Jackson (36:47), 1:6 Hahn (38:20), 1:7 Dylan Jackson (40:40), 1:8 Dylan Jackson (44:18), 1:9 Dylan Jackson (46:13), 2:9 Schingoethe (52:34/Überzahl), 2:10 Pichar (59:53).

Strafzeiten: 8 Minuten Stuttgart/6 Deggendorf.

Zuschauer: 750