Der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels verliert sein Heimspiel gegen Bayreuth verdient mit 4:7.
Durch einen Sieg im Heimspiel gegen den Sechstplatzierten Onesto Tigers Bayreuth wollte der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels den Rückstand zum Gegner und gleichzeitig auch zum ersten Play-off-Platz auf vier Punkte verkürzen. Wunsch und Realität sahen am Sonntagabend oben auf der Waldau dann aber anders aus. Die Gastgeber unterlagen vor 807 Zuschauern mit 3:7. Den Grundstein zum oberfränkischen Auswärtsdreier legte ausgerechnet ein Ex-Rebels-Akteur.
Dessen Name: Adam Schusser. Der 34-jährige Verteidiger stand in der vergangenen Saison noch für die Degerlocher auf dem Eis, war stellvertretender Kapitän und brachte es bei 47 Einsätzen auf neun Tore und 29 Scorerpunkte. Nach Bayreuth führte sein Weg, nachdem sich die Rebels und Schusser nicht auf eine Vertragsverlängerung hatten einigen können. Aber auch deshalb, weil der gebürtige Tscheche dadurch näher an seiner Heimat und der Familie ist. Nun brachte Schusser die Seinen mit zwei Handgelenksschüssen zweimal in Führung – zum 1:0 und 2:1. „Über Tore von Adam freue ich mich immer, es hätte aber nicht gegen uns sein müssen“, sagt der Rebels-Geschäftsführer Roland Schmid, der insgesamt von „einem verdienten Sieg“ der Gäste spricht.
Anders als noch am Freitag beim 6:5-Erfolg nach Verlängerung in Erding habe dem eigenen Team das Spielglück gefehlt. Beispiel gefällig? In der 38. Minute hatten die Gastgeber eine doppelte Überzahl und der Torjäger Wyatt Schingoethe die Chance, auf 3:5 zu verkürzen. Der US-Amerikaner traf aber nur die Latte. Und der Abpraller leitete den direkten Gegenzug ein, der dann die Vorentscheidung brachte. Auch in diesem Fall ging der Puck an die Latte, aber von dort aus eben ins Tor und nicht zurück ins Feld. Kyle Bollers hieß der Bayreuther Torschütze, der mit drei Treffern der Spieler des Spiels war. Für die Rebels trafen Jack Bloem, Schingoethe und Alex Blais.
In der Verteidigung spielten die Rebels, die, wie sonntags häufig, auf die Unterstützung aus Mannheim verzichten mussten, wieder mit Toni Ritter. Der Routinier hatte aufgrund eines Checks gegen Gesicht und Nacken im Heilbronn-Spiel eine Matchstrafe und eine Sperre von vier Spielen erhalten, zwei davon auf Bewährung. Letztere wirkt sich aus, wenn Ritter innerhalb eines Jahres das gleiche Foul noch einmal begeht.
Weiter geht es für die Rebels am Freitag mit dem Heimspiel (20 Uhr) gegen den Tabellennachbarn Lindau Islanders. Dann wohl wieder mit Förderlizenzspielern aus Mannheim. Möglicherweise gibt auch Nico Geidl nach fünfwöchiger Verletzungspause sein Comeback. Der Stürmer war bis zu seiner Zwangspause nach 15 Spielen mit elf Toren bester Degerlocher Schütze.
Tore: 0:1 Schusser (6:44), 1:1 Bloem (7:44), 1:2 Schusser (10:26), 1:3 Bollers (13:34), 2:3 Schingoethe (22:02), 2:4 Bollers (24:44), 2:5 Pietsch (33:46), 2:6 Bollers (38:26/doppelte Unterzahl), 3:6 Blais (44:23/Überzahl), 3:7 Müllejans (48:43).