Traf zum 3:3-Ausgleich für die Rebels: Jannik Herm (rechts). Foto: Archiv Günter Bergmann

Der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels zeigt sich im Heimspiel gegen Passau stark verbessert, verliert aber die wichtige Partie mit 3:4 nach Verlängerung.

In der Overtime steuert Nico Geidl unter Bedrängnis Richtung Tor der Passau Black Hawks und kommt zum Abschluss . Doch Schlussmann Marco Eisenhut pariert und leitet mehr oder weniger den Gegenzug ein, den Carl Larsson dann im Stuttgarter Netz versenkt. Aus, Schluss, vorbei – wieder kein Heimsieg für die Rebels am Freitagabend vor 736 Zuschauern. Immerhin, die 3:4-Niederlage in der Verlängerung bringt den Stuttgartern nach einem Punkteleerlauf von vier Spielen in Serie einen Zähler ein.

 

Möglicherweise zu wenig, wollte man doch an dem Kontrahenten aus der Drei-Flüsse-Stadt im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze vorbeiziehen. Dieser hat aber durch den Extrapunkt nun einen Zähler mehr als die Degerlocher auf seinem Konto. Freilich, die Chancen auf Platz zehn sind weiter realistisch, fehlen darauf nur zwei Punkte.

Viel geredet haben sie unter der Woche oben auf der Waldau. Die ganz schwache Partie am vergangenen Dienstag in Höchstadt (0:7) galt es aufzuarbeiten. Eine Reaktion der Mannschaft war gefragt. Und die hat sie laut Trainer Jan Melichar auch gezeigt. „Mit dem Wille und der Leistung im zweiten und dritten Drittel bin ich sehr zufrieden“, so der Coach. Gleichwohl der Auftaktdurchgang erneut nicht verheißungsvoll verlief. Bereits nach 39 Sekunden zappelte erstmals das Netz der Stuttgarter. Der spätere Siegtorschütze Larsson ließ Nick Vieregge keine Chance. Nach Drittelende lagen die Rebels gar mit 1:3 zurück.

Gastgeber-Torschütze war Elvis Gorontzky-Slack bei seinem Debüt für die Rebels. „Er feierte einen gelungenen Einstand, spielt sehr körperlich und weiß, wo er hinlaufen muss, um ein Tor zu machen“, sagt der Sportliche Leiter und Stürmer Matt Pistilli, der gegen Passau aufgrund nur drei zulässiger Importstellen Verteidiger Matteas Derraugh den Vortritt ließ. Am Sonntag im Spiel beim Tabellenzweiten Memmingen sind die Dienste Pistillis aber wieder gefragt. Zwangsläufig. Kapitän Dane Montgomery und Daniel Pronin zogen sich beide am Freitag Gehirnerschütterungen zu und „werden wohl nicht spielen können“, so Pistilli, der nach dem Freitagsauftritt der Seinen wieder „zuversichtlich auf den Rest der Saison“ schaut.

Derweil zeigten die Rebels nach dem 1:3-Rückstand Moral, schafften durch Treffer von Fabian Renner und Jannik Herm den 3:3-Ausgleich und den Gang in die Verlängerung. Die Hoffnungen der Degerlocher auf die Rückkehr in die Erfolgspur vermieste jedoch Larsson nach knapp 62 Minuten mit seinem dritten Tor des Tages.

Statistik zum Spiel

Tore: 0:1 Larsson (00:39), 0:2 Rothke (08:31), 1:2 Gorontzky-Slack (9:44), 1:3 Larsson (13:40), 2:3 Fabian Renner (26:29), 3:3 Herm (48:29/Überzahl), 3:4 Larsson (61:49).

Strafzeiten: Stuttgart 11 Minuten/Passau 15 Minuten

Zuschauer: 736