Der Kriminaloberrat Martin Lühning (rechts) bedankt sich bei Markus Eberhardt für die Hilfe. Foto: Polizei

Eine Zivilstreife hält in Waiblingen das Auto von zwei mutmaßlichen Einbrechern an – die beiden ergreifen die Flucht. Der „Falken“-Eishockeyspieler Markus Eberhardt beobachtet die Situation und handelt rasch.

Waiblingen - Damit hatten wohl weder die Polizei noch die beiden mutmaßlichen Einbrecher gerechnet: In Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) sind zwei Einbrecher gestellt worden – mit der Hilfe des 25 Jahre alten Eishockeyprofis Markus Eberhardt von den Heilbronner Falken.

Am 2. Juni waren zwei Männer in ein Haus in der Gemeinde Korb eingestiegen und geflüchtet. Die Polizei startete eine Fahndung – und eine Zivilstreife entdeckte gegen 9.45 Uhr in Waiblingen zwei verdächtige Männer. Deren Auto wurde an der Kreuzung Winnender Straße / An der Talaue angehalten. Doch statt sich wie befohlen auf den Boden zu legen, ergriffen die beiden die Flucht.

Markus Eberhardt kann einen der Verdächtigen überwältigen

Der Eishockeyspieler beobachtete das Geschehen, während er an einer roten Ampel stand. Der 1,78 Meter große 86-Kilo-Mann – so die Schilderung der Polizei – reagierte schnell und verfolgte einen der Männer, der in Richtung Winnender Straße davonrannte. Er holte den mutmaßlichen Einbrecher ein. Obwohl dieser sich immer wieder losgerissen haben soll, blieb Eberhardt hartnäckig und schaffte es auf einem Parkplatz, den Mann zu überwältigen und festzuhalten, bis ein Kripo-Beamter hinzukam. Auch der Komplize wurde später festgenommen-

Polizei und Staatsanwaltschaft sehen es inzwischen als erwiesen an, dass es sich bei den beiden 27 und 46 Jahre alten Männern tatsächlich um die gesuchten Einbrecher gehandelt hat. Möglicherweise sind sie auch für weitere Einbrüche verantwortlich. Markus Eberhardt bekam am Mittwoch für seine Courage ein Dankesschreiben des Polizeipräsidenten und ein „kleines Geschenk“ überreicht.

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