Beschützt von Mamas Tatzen macht Eisbär-Mädchen Charlotte seine ersten Schritte. Foto: dpa

Solch niedlichen Eisbär-Nachwuchs hätte man in der Stuttgarter Wilhelma auch gerne: Felix' Tochter Charlotte wagte am Donnerstag im Nürnberger Zoo ihre ersten Schritte an frischer Luft.

Nürnberg- Das knapp vier Monate alte Nürnberger Eisbär-Baby Charlotte hat seinen ersten großen Auftritt geschafft. Mit Mutter Vera tapste das Bärchen am Donnerstag durch das große Gehege - und fiel gleich ein paar Mal von den Felsen in weiches Stroh.

Charlottes Vater Felix befindet sich mometan in der Stuttgarter Wilhelma - und soll dort zusammen mit Eisbärin Corinna dafür sorgen, dass auch in der Schwabenmetropole bald flauschiger Nachwuchs erwartet wird. Vorerst beschnuppern sich Felix und Corinna aber durchs Schmusegitter.

Mehrere Dutzend Tierfans und zahlreiche Journalisten verfolgten Charlottes Auftritt. Charlotte, die Schwester von Nürnbergs berühmtestem Eisbär Flocke, lebte bislang abgeschirmt von der Öffentlichkeit mit ihrer Mutter in der Geburtshöhle. Nur zweimal hatte sie bisher Kontakt mit Menschen, als die Tierpfleger sie impften und wogen.

Das Junge blieb meist zwischen den Beinen von Vera. Ab und an wagte es sich hervor. „Ihre Mutter gibt ihr maximalen Schutz und passt genau auf“, sagte Revierleiter Thorsten Krist. Die Mutter verzichtete auf ein erstes Bad im Wasser, möglicherweise, weil dieses für die Kleine noch zu gefährlich gewesen wäre.

Charlotte wurde im November geboren. Vera bekam zwei Junge, doch das zweite starb kurz nach der Geburt. Charlottes Schwester Flocke wurde 2007 geboren und sorgte ähnlich wie Knut im Berliner Zoo damals für großes öffentliches Interesse.

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