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Immer weniger inhabergeführte Läden, mehr Filialisten: Wie sieht die Stadt Esslingen die Situation der Einzelhändler? Dazu nimmt Silke Renninger-Metz vom City-Management Esslingen im Interview Stellung.

Esslingen - Es gibt immer weniger inhabergeführte Läden, dafür mehr Filialisten in den Innenstädten. Diese können höhere Mieten bezahlen, als Einzelunternehmen. Die Stadt Esslingen will dieser Entwicklung mit einem Mietspiegel entgegenwirken.

Wie sehen Sie die Einzelhandels-Entwicklung in der Pliensaustraße?
Es ist kein Geheimnis, dass der stationäre Handel einer dynamischen Entwicklung bedingt durch digitalen und demografischen Wandel unterliegt. Dies stellt den Einzelhandel vor die bisher wohl größten und vor allem nicht kalkulierbaren Herausforderungen. Auch an Esslingen geht das nicht spurlos vorüber. Wie in anderen vergleichbaren Mittelzentren konzentrieren sich zentrale Handelsansiedlungen, Randlagen dünnen aus, es kommt zu Umnutzungen, aus Handelsflächen werden Büroräume mit Dienstleistungen. Dieser Trend macht sich aktuell besonders in der Pliensaustraße bemerkbar.
Wo zeichnen sich ihrer Meinung nach positive Entwicklungen ab?
Großes Potenzial sehe ich in der Bebauung des Karstadt-Areals. Von einem frequenzstarken Einkaufszentrum auf dem Karstadt-Areal werden auch die Nebenstraßen profitieren. Des Weiteren sieht die bauliche Struktur eine Öffnung und damit Anbindung in Richtung Pliensaustraße vor.
Viele Händler klagen über zu hohe Mietpreise, wie begegnen sie dem Thema?
Lokale Familienunternehmen wandern häufig in Nebenlagen ab. Dort sind die Mieten in der Regel zwar günstiger, aber auch sehr heterogen und kaum transparent. Wir planen noch in diesem Jahr die Erstellung eines Mietspiegels und erhoffen uns dadurch mehr Transparenz und Übersichtlichkeit in Sachen Mietpreise.

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