Der naturwissenschaftliche Bereich an der Herrenberger Schule ist in großem Stil saniert und erweitert worden. Damit soll nun ein zeitgemäßer Unterricht gewährleistet sein.
Mit einem feierlichen Festakt hat die Stadt Herrenberg jetzt den umfassend sanierten und erweiterten naturwissenschaftlichen Gebäudeteil des Andreae-Gymnasiums eingeweiht. Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit stehen der Schulgemeinschaft nun hochmoderne Räume für Unterricht, Forschung und kreatives Arbeiten zur Verfügung. Rund 13,2 Millionen Euro hat die Stadt in die Zukunft des Bildungsstandorts aus den 1970er Jahren investiert.
Der neu gestaltete Gebäudeteil umfasst rund 2500 Quadratmeter Fläche. Herzstück sind neun naturwissenschaftliche Fachräume. Ergänzt wird das Angebot durch zusätzliche Kunst-, Musik- und Klassenräume.
Moderne Räume für modernes Lernen
Besonderes Augenmerk lag auf der technischen Ausstattung: Eine moderne IT-Infrastruktur mit rund 25 Kilometern verlegter Datenkabel ermögliche einen zeitgemäßen Unterricht, teilt der Schulträger mit. Durch die neuen Räume sieht die Stadt „optimale Bedingungen für experimentelles Lernen, kreatives Arbeiten und eigenständiges Forschen“ geschaffen – wichtige Grundlagen, um junge Menschen auf die Herausforderungen von Digitalisierung, Klimaschutz und technologischem Wandel vorzubereiten.
Der Oberbürgermeister Nico Reith sagte bei der Einweihung: „Nutzen Sie diese Räume. Füllen Sie sie mit Leben, mit Ideen und mit Neugier. Denn Gebäude allein machen noch keine gute Schule – es sind die Menschen, die darin wirken, die einen Lernort daraus machen.“ Die Umsetzung des Projekts sei ein Kraftakt für alle Beteiligten gewesen. So habe auch die Schulgemeinschaft die Bauphase im laufenden Betrieb mitgetragen.
Fünf Millionen Euro Zuschuss vom Land
Ein wesentlicher Beitrag zur Finanzierung kam aus Fördermitteln: Das Land Baden-Württemberg unterstützte die Maßnahme mit mehr als fünf Millionen Euro, der Bund förderte die Lüftungsanlage mit 217 000 Euro. Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten setze Herrenberg bewusst Schwerpunkte. Mehr als 30 Millionen Euro habe die Stadt in den vergangenen Jahren im Bereich Schulen investiert. Bildung habe in Herrenberg oberste Priorität. Das Andreae-Gymnasium zählt seit vielen Jahren zu den zentralen Bildungsorten dort. Steigende Anmeldezahlen zeigten die anhaltende Attraktivität des Schulstandorts.