Das Abenteuer Schule begann am Mittwoch auch für Greta Baumkircher und Isabelle Witte. Foto: Natalie Kanter

Erstklässler aus Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt starten in einen neuen Lebensabschnitt. Englisch steht von Anfang an auf dem Stundenplan.

Filder - Zu den Großen gehören, nicht mehr Kindergartenkind sein, endlich auch die Schulbank drücken: Für zahlreiche Kinder auf den Fildern beginnt in diesen Tagen ein neuer Lebensabschnitt. Eines davon ist Greta Baumkircher. Stolz hat die Sechsjährige am Mittwoch ihre volle Schultüte zur Einschulungsfeier der Zeppelinschule in die Echterdinger Zehntscheuer getragen. „Ich freue mich schon ganz lange auf die Schule“, sagt das Mädchen. Dann zieht sie ihr Federmäppchen aus ihrem nagelneuen Schulranzen und zeigt es ihrer Freundin Isabella Witte.

50 Mädchen und Jungen bereichern fortan die Echterdinger Grundschule – verteilt auf zwei Klassen mit jeweils 25 Schülern. „Das sind relativ große Klassen“, sagt Konrektor Vladimir Bunoza. Und ergänzt: „Wir werden unser Bestes tun, um allen Kindern gerecht zu werden.“

Patenschaften sollen Anfang erleichtern

Einschulung, das bedeutet volle Schultüten, aber auch jede Menge neuer Herausforderungen. „Kinder sind neugierig. Sie wollen etwas lernen“, weiß Bunoza aus Erfahrung. Ein fester Stundenplan gehört fortan zum Alltag der frisch gebackenen ABC-Schützen. „Das kann natürlich auch eine große Umstellung sein“, sagt Barbara Heerbrandt, Leiterin der Lindachschule in Stetten. „Die Kinder müssen sich in der neuen Gemeinschaft erst ein- und zurechtfinden.“ Aufnahmefeiern und Patenschaften mit älteren Schülern sollen den Neuankömmlingen den Anfang erleichtern.

Auch Englisch steht fortan auf dem Programm der Schulanfänger. Sie werden spielerisch an die Sprache herangeführt. Zwei Stunden pro Woche sind dafür eingeplant. In der Realität wird die Fremdsprache täglich geübt. Die Stunden sind beim Klassenlehrer angesiedelt. „Es wird in Englisch gesungen oder der Wortschatz anhand von Bildern geübt“, sagt Heerbrandt.

Mit 45 Erstklässlern in zwei Klassen sei das Arbeiten an der Stettener Grundschule angenehm. „Wir haben keine großen Klassen“, sagt die Rektorin. Es würden jedoch Lehrerstunden für Zusatzangebote fehlen. An der Schule gibt es einen Chor und Sport als Wahlfächer. „Das funktioniert aber nur in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen “, sagt die Schulleiterin.

Kleine Klassen in Sielmingen

Klein sind die Klassen auch an der Bernhausener Bruckenackerschule. Für 86 Mädchen und Jungen beginnt am heutigen Donnerstag in vier Klassen der erste Schultag. „Das sind 21 bis 22 Kinder pro Klasse“, rechnet Rektor Jörn Pachner vor. Er spricht angesichts dieser Zahlen von einer „guten Situation“. Noch kleiner sind die Klassen in Sielmingen an der Wielandschule. 59 Erstklässler verteilen sich auf drei Klassen. Das bedeutet: in einem Raum sitzen nicht mehr als 20 Schüler. In Bonlanden wechseln 99 Kinder vom Kindergarten in die Grundschule. In der Schillerschule sowie in der Uhlbergschule wurden jeweils zwei Klassen gebildet. Genauso wie an der Harthausener Jahnschule: Dort drücken nun 49 Erstklässler die Schulbank.

Neu in diesem Schuljahr ist der Ganztagsunterricht, der für die Erst- und Zweitklässler in Bernhausen in Zusammenarbeit mit der benachbarten Musikschule angeboten wird. Filderstadts Schulbürgermeister Andreas Koch hofft, dass die Ganztagsschulen nun auch in das Schulgesetz aufgenommen werden und damit zu Regelschulen werden. „Sie gelten immer noch als Schulversuch“, erklärt er.

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