Der Zugstreckenbetreiber steckt in der Kritik. Foto: /Gottfried Stoppel

Das Stadtoberhaupt schreibt wegen Zugausfällen einen saftigen Brief an den Betreiber.

Aalen - Mit einem geharnischten Brief hat sich der Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler (SPD) an die Geschäftsleitung von Go-Ahead gewandt und die „erneute Verschlechterung der Anbindung des Verkehrsknotens Aalen“ kritisiert. Der wirtschaftlich äußerst dynamische Raum Aalen mit ihren 130 000 Einwohnern benötige „dringend und unbedingt eine verlässliche und funktionierende Anbindung an die Metropolregionen Stuttgart, Nürnberg und Augsburg“, schreibt Rentschler in seinem Brief. „Deshalb appelliere ich eindringlich an Sie als neuen maßgeblichen Streckenbetreiber, alle bestellten und vergüteten Verbindungen auf Ihrem Streckennetz zuverlässig zu bedienen.“

„Unbedingt auf Züge angewiesen“

Go-Ahead hat Mitte Dezember die Murrbahn als Betreiber übernommen und angekündigt, dass bis Februar zwischen Aalen und Schwäbisch Gmünd eingeplante IRE-Verbindungen gestrichen werden müssten, um die Betriebsaufnahme auf der Murr-, Fils- und Frankenbahn sicherzustellen, weil man mit dem Lokführermangel kämpfe. Dies sei „schlicht nicht nachvollziehbar“, so Rentschler. „Gerade aus dem Remstal pendeln viele Beschäftigte Aalener Firmen und Studierende. Sie sind unbedingt auf einen gut funktionierenden Schienennahverkehr angewiesen.“

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