Nico Laukhuf und Robin Hofmann ganz in ihrem Element Foto: Gottfried Stoppel

Zwei Carrera-Fahrern aus Waiblingen steht eine lange Nacht bevor: Sie planen ein 24-Stunden-Rennen auf einer 36 Meter langen Bahn im Waiblinger Carrera-Club. Dabei geht es ihnen um weitaus mehr als nur um Spaß.

Waiblingen - Zwei Carrera-Begeisterte aus Waiblingen wagen sich an eine neue Herausforderung. Sie wollen 24 Stunden lang gemeinsam ein Carrera-Rennen auf ihrer heimischen Bahn in Waiblingen fahren. „Um das zu schaffen, wird es auf unser Durchhaltevermögen ankommen“, sagt Nico Laukhuf. Der 32-Jährige begeistert sich schon seit seiner Kindheit für den Rennsport im Miniaturformat. Seine Leidenschaft für Carrera-Rennen ist bis heute geblieben. Er nahm bereits an Wettkämpfen in Italien und Frankreich teil. Gemeinsam mit Robin Hofmann möchte er sich an diesem Samstag, 12. Juni, an einem inoffiziellen Rekord versuchen. Das Ganze soll einem guten Zweck dienen.

1344 Minuten reine Fahrtzeit

Die beiden Carrera-Fahrer planen ein 24-Stunden-Rennen, das um 15 Uhr starten soll. „Wir werden also die ganze Nacht durchfahren“, erklärt Laukhuf. Konkret bedeutet das, 24-mal 56 Minuten zu fahren. „Bleiben also vier Minuten nach jeder Stunde für Toilette, Reparaturen und Verpflegung“, erläutert er. Nach jeder Stunde werde die Spur und der Fahrer gewechselt. Nico Laukhuf und Robin Hofmann werden sich mit dem Fahren abwechseln. Sie treten nicht gegeneinander an, sondern fahren miteinander. „Das ist wie bei einem echten Auto“, erklärt Hofmann. „Nach einer Weile wird man unkonzen­triert. Deshalb wechseln wir uns ab.“ – „Außerdem müssen wir ja auch mal schlafen“, fügt Laukhuf hinzu.

Dass das Rennteam nur aus zwei Personen besteht, habe es zudem so noch nicht gegeben. „Normalerweise sind wir bei einem Rennen meistens zu viert oder fünft. Darunter mindestens ein Mechaniker und meistens drei Fahrer, die sich abwechseln“, so Laukhuf. Eigentlich hätten er und Hofmann auch gerne Zuschauer eingeladen, doch die aktuelle Situation lasse das nicht zu. „Wir werden am Tag des Rennens nur zu zweit sein, damit alles coronakonform abläuft“, so Laukhuf. Die Aktion der Waiblinger können Interessierte live im Internet verfolgen.

Fahrer wollen Spenden sammeln

Neben dem Spaßfaktor gibt es zudem einen weiteren Grund für das 24-Stunden-Rennen. „Wir hoffen auf Spenden“, erklärt Robin Hofmann. Damit wollten sie die Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis unterstützen. Als Spendenziel haben sich die beiden den symbolischen Betrag von 2424 Euro gesetzt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen auch erreichen“, sagt Nico Laukhuf. Die Idee für die Spendenaktion sei ihm bei einem Fernsehabend gekommen. „Ich wollte einfach etwas Gutes tun“, sagt er. Konkret sollen die Spenden den Kinder- und Jugendhospizdienst Pusteblume unterstützen. Der Verein begleitet schwerst kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien im Rems-Murr-Kreis. „Mit dem Kinderhospizdienst sind wir für erkrankte oder trauernde Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörigen da“, sagt die Koordinatorin Gaby Hammer. Der Dienst kommt zu den Familien nach Hause und betreut dort das erkrankte Kind, um die Eltern zu entlasten. Auch Geschwisterkinder werden begleitet.

Schon im vergangenen Jahr seien gemeinsame Aktionen des Kinderhospizdienstes mit dem Carrera-Club geplant gewesen. Diese mussten coronabedingt ausfallen. Doch aufgeschoben sei nicht aufgehoben. „Wir wollen die geplanten Aktionen sobald wie möglich nachholen“, versichert Laukhuf. Gespendet werden kann bis diesen Sonntag. Das bei der Aktion zusammengekommene Geld wollen die beiden Carrera-Fahrer eine Woche nach dem Spendenlauf an die Hospizstiftung übergeben.

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