So soll die Passage von der Bahnhofstraße einmal aussehen. Foto: iMallInvest/Tchoban Voss Architekten

Eigentlich hätte Esslingens neue Einkaufspassage längst eröffnet sein sollen. Doch bisher haben noch nicht einmal die Bauarbeiten begonnen. Dafür gibt es Gründe.

Esslingen - Der Name ist längst gefunden. „Die Via“ soll die neue Einkaufpassage heißen, die sich irgendwann quer durch das bestehende Karstadtgebäude in Esslingen und über den Karstadt-Parkplatz ziehen soll. Die Betonung liegt momentan dabei allerdings immer noch auf „irgendwann“. Zwar sind die Vorarbeiten abgeschlossen, der Denkmalschutz hat seine Untersuchungen und Grabungen beendet, und die Baugenehmigung liegt vor.

Aber wann die Bauarbeiten für das städtebauliche Großprojekt beginnen werden, ist nach wie vor offen. Denn auch die Via ist, so erzählt der Projektentwickler Klaus Mennickheim, von den nicht nur in Baden-Württemberg explodierenden Baupreisen betroffen. Angesichts eines geplanten Investitionsvolumens von mehr als 100 Millionen Euro sei man immer noch damit beschäftigt, Möglichkeiten zu suchen, um die ständig steigenden Baukosten in den Griff zu bekommen. „Für uns ist klar, dass alle Verträge absolut wasserdicht sein müssen, bevor wir anfangen. Denn wir wollen ja keine böse Überraschung erleben“, betont Klaus Mennickheim.

Die zeitliche Verzögerung habe nichts mit nachlassendem Interesse der Investoren an dem Objekt zu tun, betont der Projektentwickler. Der Standort Esslingen sei nach wie vor höchst attraktiv, sowohl was die Lage der Stadt in der Region, als auch was die Lage der geplanten Einkaufspassage in unmittelbarer Bahnhofsnähe betreffe. Auch die bisher schon genannten Mieter – unter anderem soll ein großstädtischer, hochmoderner Aldi-Markt in der Via einziehen – hielten dem Projekt die Treue. Einen genauen Zeitpunkt für den Baubeginn kann Mennickheim aber momentan noch nicht vermelden.

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