Bürgermeisterin Alexandra Sußmann im neuen Future Fashion Store im Gerber. Foto: Martin Haar

Nachhaltige Mode muss nicht hässlich sein. Das merkte auch Stuttgarts Bürgermeisterin Alexandra Sußmann sofort, als sie sich im neuen Future Fashion Store im Gerber umschaute. „Das sind ja tolle Sachen“, sagte sie spontan.

Stuttgart - Den ersten Fan hat der neue Future Fashion Store im Einkaufscenter Gerber schon: Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Alexandra Sußmann, war beim Stöbern begeistert. „Tolle Sachen“, sagte sie immer wieder beim Blick auf die überwiegend im Laden ausgestellte Second-Hand-Ware. Sußmann, sieht im Store eine Stärkung der Stadt bei Nachhaltigkeitsthemen. In ihrer Ansprache vertiefte Sußmann das Engagement der Stadt in diesem Bereich: „Ich freue mich sehr über den neuen Future Fashion Store als Bereicherung mitten in der Stadt. Er macht Nachhaltigkeit und globale Verantwortung für alle direkt erlebbar und er stärkt die Stadt als Nachhaltigkeitsmetropole. Es gibt schon etliche kleine, feine Modelabels in Stuttgart, die nachhaltig und fair produzieren. Der neue Store stärkt die Szene durch weitere Vernetzung und macht die Slow- und Fair-Fashion Szene sichtbar.“ Der Future Fashion Store ist ein gemeinsames Projekt von SEZ und Aktion Hoffnung. Der Store eröffnet an diesem Samstag (4. Juli) offiziell für den Publikumsverkehr.

Nicht minder beeindruckt war der Umweltminister des Landes, Franz Untersteller, in seiner Rede vor 50 geladenen Gästen meinte er: „Der Future Fashion Store legt den Grundstein, um für einen bewussten Konsum zu sensibilisieren und das Wissen in Handeln umzusetzen.“ Weiter meinte er: „Es gilt es immer wieder deutlich zu machen, dass nachhaltiger Konsum nichts mit Verzicht und Einschränkungen zu tun hat, sondern langfristig Freude macht und hilft, unsere Lebensgrundlagen zu sichern.“

Kleider sollen Spaß machen

In diese Richtung ging auch Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), bei seiner Begrüßung: „Wir wollen hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger herumlaufen, denn Kleider können und sollen auch Spaß machen. „Um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, gehen wir mit dem Store neue Wege des sozialen Unternehmertums und bieten gleichzeitig einen Ort, an dem die dringendsten Fragen unserer Zeit diskutiert werden.“ Der Laden soll daher eine Schnittstelle zwischen Kommerz, Sozialem und einer Einrichtung mit Bildungsauftrag sein. Neben dem klassischen Textil-Verkauf finden Workshops und Vorträge statt. Geplant sind folgende Angebote: ein Stammtisch mit Nachhaltigkeitsinitiativen, Netzwerktreffen für Second-Hand-Läden und Initiativen aus Stuttgart und Workshops mit den Themen Upcycling, Reparatur, Färben mit Natur- oder Drucktechniken. Nicht zuletzt startet im Laden an diesem Samstag (15 Uhr) der Future Fashion Talk – eine Gesprächsreihe mit Stuttgarter Modemachern.

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