„Wo wir Technik mit Eleganz verbinden können, entsteht eine reine Form von Ästhetik.“ Foto: Rick Tegelaar

Für seinen Meshmatics Chandelier verwandelte Rick Tegelaar simplen Hasendraht in ein komplexes Designobjekt. Mehr über den Entwicklungsprozess und die Herstellungsweise der modernen Kronleuchter erfahren Sie hier.

Rick Tegelaars Leuchtenkollektion Meshmatics aus einfachem Drahtgeflecht ist eine dieser Entdeckungen, die uns zeigen, das wirklich innovatives Design auch in unserer heutigen Zeit noch möglich ist. Hier treffen Technik und Eleganz, Industrie und Ästhetik aufeinander und vereinen sich zu einem völlig neuen Bild.

Altbekanntes in neue Formen bringen

„Ich wollte etwas aus einem sehr einfachen Material machen und herausfinden, wie ich ihm neuen Wert verleihen kann“,erklärt Rick Tegelaar die Entstehung des Projekts. Und beschreibt damit gleichzeitig ein charakteristisches Merkmal seiner Design-DNA. Der Grundgedanke seiner Arbeitsweise ist, unterschätzte Materialien völlig unvoreingenommen zu betrachten, aus Gewohntem auszubrechen, Altbekanntes auf nie dagewesene Art zu verarbeiten.

„In den ersten Wochen habe ich sehr viel mit dem Material herumexperimentiert und festgestellt, dass es extrem schwierig gezielt in Form gebracht werden kann. Deshalb habe ich Werkzeuge und meine eigene Maschine entwickelt, mit denen ich den Draht zu einer Kuppel formen kann.“ Mithilfe der Maschine wird der Hasendraht über einen Modellkörper gespannt und gedehnt, bis er sich der Form des Modells anpasst. Die durch den Dehnungsprozess erzeugte Spannung hält das vormals flexible Material langfristig stabil.

Der Meshmatics Chandelier

Klingt simpel, der Weg zum Erfolg war allerdings kein leichter: Vom Beginn des Projekts bis zur ersten fertigen Lampe dauerte es ein ganzes Jahr. „Danach hatte ich den Dreh raus und es wurde einfacher, mehrere Varianten herzustellen“, verrät der Niederländer.

Das neueste Mitglied der Familie ist der imposante Meshmatics Chandelier, in dem drei Lagen Draht zu einem überlebensgroßen Kunstwerk verschmelzen. Fließend verlaufende Transparenzen lassen den Kronleuchter aus jedem Blickwinkel anders erscheinen. Die Maschendrahtstruktur verbreitet das Licht der integrierten LEDs auf subtile Weise und wirft ein filigranes Netz aus Schatten an die Decke. Schimmernde Reflexe tanzen auf der Oberfläche und enthüllen verblüffende Qualitäten des unscheinbaren Materials, die uns erkennen lassen, was Rick Tegelaar längst wusste: „Wo wir Technik mit Eleganz verbinden können, entsteht eine reine Form von Ästhetik.“

Wie genau Rick Tegelaar seine Meshmatics-Leuchten herstellt, zeigt ein kurzer Film von Oostfilm.

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