Einbrecher sind über den Jahreswechsel besonders aktiv gewesen – nicht nur in Wohnungen Foto: dpa

Über den Jahreswechsel hat in Einbrecherkreisen Hochkonjunktur geherrscht. Von den Tätern verschont geblieben ist dabei kaum etwas von der Schule bis hin zum Kino – doch einer hat Pech gehabt. Ein Überblick.

Stuttgart - Über den Jahreswechsel hat in Einbrecherkreisen Hochkonjunktur geherrscht. Von den Tätern verschont geblieben ist dabei kaum etwas von der Schule bis hin zum Kino – doch einer hat Pech gehabt. Ein Überblick.

Wachsamer Zeuge

Den Neujahrsmorgen hatte sich ein 24 Jahre alter Mann ausgeguckt, um im Schutze von Böllern und Silvesterraketen in eine Wohnung im Stuttgarter Westen einzusteigen. Er warf eine Fensterscheibe ein und kletterte in das Gebäude an der Gutenbergstraße. Dabei wurde er jedoch von einem Zeugen beobachtet, der prompt die Polizei rief. Die Beamten fanden den Täter nach kurzer Suche in einem wenig originellen Versteck: Er hatte sich in der Badewanne der Wohnung verkrochen. Allein, vergeblich. Ein Richter schickte ihn in Untersuchungshaft.

Begehrte Sehhilfen

Brachial ging es zu in der Stuttgarter Innenstadt in der Nacht auf Sonntag. Unbekannte schlugen mit einem Schachtdeckel ein Loch in die Glasscheibe der Eingangstür eines Optikers an der Dorotheenstraße. Im Laden nahmen sie Sonnenbrillen und Brillenfassungen im Wert von über zehntausend Euro mit. Beim Schachtdeckel fehlt der Polizei übrigens der Durchblick: Woher der stammt, ist noch völlig unklar.

Durstige Filmfreunde

Ebenfalls in der Nacht zu Sonntag entschlossen sich Unbekannte zu einem Kinobesuch in Ludwigsburg. Allerdings ohne Filmvorführung. Wie die Täter in die Räume des Kinos an der Arsenalstraße gelangten, stellt die Polizei bisher noch vor Rätsel. Jedenfalls nahmen sie aus der Bar mehrere Flaschen Bier mit – und zudem die Kasse aus dem Bistro.

Rabiate Schulbesucher

In den Ferien zieht es Schüler und Lehrer meist nicht in die Schule – dafür hin und wieder Langfinger. Ohne Rücksicht auf Verluste gingen die Täter in der Nacht auf Sonntag in einer Schule im Leonberger Fockentalweg vor. Ob sie überhaupt Beute fanden, steht noch nicht fest – doch durch das Aufhebeln mehrerer Türen entstand ein Sachschaden in Höhe von 5000 Euro.

Ergiebiger Bauhof

Nicht etwa auf Baumaterial hatten es Einbrecher in Auenwald (Rems-Murr-Kreis) abgesehen. Stattdessen entwendeten sie in der Nacht auf Samstag einen dreistelligen Bargeldbetrag und eine Kamera aus dem Bauhof der Gemeinde. Und hinterließen nebenbei noch einen Sachschaden in Höhe von 2000 Euro. Kostverächter waren die Täter offenbar nicht: Sie nahmen gleich noch ein paar Flaschen Wein mit.

Abruptes Spielende

Zwei Spielautomaten in einer Spielothek an der Bahnhofsstraße in Bad Cannstatt sind nicht mehr zu gebrauchen. Am Neujahrsmorgen hatten unbekannte Täter an dem Haus ein Fenstergitter abgeschraubt, das Fenster aufgehebelt und danach die Geräte aufgebrochen. Die Beute beträgt mehrere Tausend Euro. Glück im Spiel könnte man das nennen.

Teurer Schmuck

Zwischen Silvester und Neujahr haben Einbrecher das Schaufenster eines Juweliers an der Schozacher Straße in Zuffenhausen ­eingeschlagen. Sie erbeuteten Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro. Immerhin: Bei einem Juwelier in der Christoph-straße scheiterte ein Einbruch einen Tag später. Die Scheibe der Eingangstür hielt der wüsten Attacke mit einem Pflasterstein stand. Es geht halt nichts über Qualität.

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