Die Fläche für den Biergarten im Außenbereich ist schon planiert. Foto: Werner Kuhnle

Auch wegen Corona ist die Vorbereitung für die Inbetriebnahme eines Biergartens auf Burg Lichtenberg etwas ins Stocken geraten. Doch der Investor Christoph Wichmann ist zuversichtlich vorwärtszukommen.

Oberstenfeld - Auf großes Interesse stoßen die Planungen, einen gastronomischen Bereich im Außenbereich der Burg Lichtenberg zu errichten. Der Burginvestor Christoph Wichmann trifft derzeit Vorkehrungen, das Bauprojekt weiter voranzutreiben.

Eigentlich wollte Wichmann den Biergarten auf einer Fläche von 380 Quadratmetern noch in diesem Sommer in Betrieb nehmen, doch wird er nicht zuletzt wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie gebremst. „Als Erlebnisgastronom ist man natürlich von den gesetzlichen Vorgaben betroffen“, sagt er auf Nachfrage und äußert zugleich Verständnis dafür, dass die Baurechtsbehörde im Landratsamt Ludwigsburg noch Zeit brauche, um Fragen zu klären.

Bestärkt worden ist Christoph Wichmann vom Oberstenfelder Gemeinderat, der im März einstimmig das städtebauliches Einvernehmen zu dem Projekt mit Leuchtkraft ins gesamte Bottwartal erklärte. Inzwischen ist auf dem Gelände schon eine mit Schotter planierte Fläche zu sehen. Als Baubeginn sei das aber nicht zu werten, beruhigt Christoph Wichmann. „Es gehört zu unseren Vorbereitungen: Wir mussten die vom Zünsler zerfressene Buchsbaumhecke entfernen, sie stammte aus den 1950er Jahren und galt nicht als historisch.“ Er habe dies mit bei der Baurechtsbehörde des Landratsamtes abgeklärt. Das Kreishaus bestätigte dies auf Nachfrage dieser Zeitung.

Zuversichtlich ist Christoph Wichmann auch, alle Vorgaben des Denkmalschutzes und der Parkplatzkapazitäten einhalten zu können. Da er pro neun Quadratmeter einen Stellplatz für Gäste parat halten muss, ist er gezwungen, 42  Parkplätze anzubieten. „Wir haben bei der Burg einen großen Parkplatz mit 90  Plätzen“, erklärt der Beilsteiner Geschäftsmann, der ein enges Verhältnis zum Burgherrn Dietrich Baron von und zu Weiler pflegt und mit ihm auch beim Erhalt der Burg an einem Strang zieht. Als Erfolg wertet Wichmann zum Beispiel die Sanierung der eingefallenen Mauer am unteren Teil des Zwingers. „Diese Mauer ist mit Zuschüssen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wunderbar wieder errichtet worden.“ Auch sonst habe der Denkmalschutz des historischen Gebäudes für ihn absoluten Vorrang. Für das neue Projekt im Außenbereich werde keineswegs ein Durchbruch durch die Burgmauer vorgenommen, viel mehr habe man schon einen Küchenpavillon behutsam für die bestehende Burggastronomie eingearbeitet und einen Toilettenturm gebaut.

Mit der neuen Gastronomie im Außenbereich wolle er den Charakter der Landschaft erhalten, so Christoph Wichmann. Ihm sei bewusst, dass man sich in einem Landschaftsschutzgebiet befinde. „Wir greifen da nicht ein – es wäre töricht, weitere Flächen zu versiegeln.“ Auch das Zusammenspiel mit den Wanderparkplätzen an der Landesstraße halte er im Hinblick der eigenen großen Parkplatzkapazitäten für unproblematisch. „Dieser Parkplatz hat 20 bis 30 Plätze – ich sehe selten, dass dort mehr als zehn Wagen parken.“

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