Die Maeureidechse steht unter Artenschutz. Foto: dpa/ Boris Roessler

Die Verordnung zum Schutz der Tiere darf nicht ausgehebelt werden. Eine Ausnahme zieht weitere Sonderregelungen nach sich.

Stuttgart - Ja, der Artenschutz der Eidechsen kostet viel Geld. Und: Die Umgestaltung von riesigen Flächen für so unscheinbare Tiere wie Eidechsen, die nicht mal ein kuscheliges Fell haben, gefällt nicht jedem. Doch wird heutzutage niemand mehr ernsthaft bestreiten, dass der Mensch achtsam mit der Natur und den Tieren umgehen und sie schützen muss. Trotzdem werden immer wieder Ausnahmegenehmigungen von der Artenschutzverordnung verlangt und größere Spielräume gefordert. Lässt man eine Ausnahme zu, wird das ausgenutzt. Und wurde sie einmal gewährt, gibt es kein Zurück mehr. Einer Sondergenehmigung folgt die nächste. Wird ein Stein aus der (Trocken-)Mauer gebrochen, ist die Einsturzgefahr groß. Deshalb muss der Artenschutz was die Umquartierung der Tiere betrifft, konsequent eingehalten werden. Mehr Lockerheit ist dagegen bei der Kreuzung der Stuttgarter Eidechse mit der deutschen Eidechse gefragt. Warum verhindern, dass sich zwei, die sich mögen, auch finden. Das würde die Suche nach Ersatzflächen leichter machen.

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