Oberbürgermeister Kleemann weiht mit Kindern der Kindertagesstätte Gottlieb-Daimler den Spielplatz „Schleicher“ ein. Foto: Stadt Sindelfingen

Der Eichenprozessionsspinner macht immer wieder auf Sindelfinger Spielplätzen Probleme, besonders im Eichholz. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten.

Wer sich zuletzt in der Hoffnung auf Abenteuer und Tobespaß zu einem der zahlreichen Sindelfinger Spielplätze aufmachte, wurde immer wieder enttäuscht: Besonders im Eichholz hielten teils wochenlang Hinweise auf eine Sperrung des Platzes die jungen Besucher vom Spielen ab.

 

Der Grund: ein massiver Befall der angrenzenden Bäume mit Eichenprozessionsspinnern. Die Spielflächen waren durch Brennhaare und herabgefallene Nester so stark kontaminiert, dass auf mehreren Plätzen kein sicheres Spielen möglich gewesen sei, berichtet die Stadt Sindelfingen in einer Mitteilung.

Das hat sich nun geändert. Nach umfangreichen Reinigungs- und Reparaturarbeiten wurde der Spielplatz „Schleicher“ von Oberbürgermeister Markus Kleemann (CDU) und Kindern der benachbarten Kindertagesstätte Gottlieb-Daimler neulich wiedereröffnet. „Ich freue mich sehr, dass der Kinderspielplatz ‚Schleicher‘ mit seiner charakteristischen roten Rutsche endlich wieder bespielt werden kann“, sagte der OB. „Nachdem mir vor der Wahl zum Oberbürgermeister viele Kinder mitgeteilt haben, dass sie diesen Spielplatz sehr vermissen, haben wir in den letzten Wochen viel dafür getan, dass er wieder genutzt werden kann.“ Dazu habe das Fallschutzmaterial vollständig ausgetauscht, intensive Reinigungsarbeiten an sämtlichen Spielgeräten durchgeführt und notwendige Reparaturen an den Palisaden vorgenommen werden müssen.

Eichenprozessionsspinner im Eichholz

In den vergangenen Jahren mussten im gesamten Eichholz Spielflächen aufgrund eines starken Befalls mit Eichenprozessionsspinnern teilweise auch für längere Zeit gesperrt werden.

Der Spielplatz „Eichholzer Täle“, der nur etwa 400 Meter vom Spielplatz „Schleicher“ entfernt im Wald liegt, war davon zuletzt besonders stark betroffen, so die Stadt. Immer wieder seien auch Brennhaare und alte Nester aus dem umliegenden Wald auf die Spielfläche geweht worden, weshalb der Platz ganzjährig habe gesperrt werden müssen. Aufgrund dieses andauernden Befalls hat die Stadtverwaltung entscheiden, diesen Spielplatz zurückzubauen.

„Holzi“ musste 2025 nicht gesperrt werden

„Erfreulicherweise befinden sich im Umfeld ausreichend andere Spielangebote – darunter der Waldspielplatz „Schleicher“, der Spielplatz „In der Furt“ sowie Anlagen im Bezirk Hinterweil“, heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter. „Die beliebte Seilbahn soll nach Möglichkeit an anderer Stelle zum Einsatz kommen.“ Aktuell würden geeignete Standorte geprüft.

Auch der Kinderspielplatz „Holzi“ litt immer wieder unter dem Befall mit Eichenprozessionsspinnern. Durch seine Lage am Waldrand sei er dafür sehr anfällig. Trotzdem sei der „Holzi“ 2025 durchgehend geöffnet geblieben. Die Stadtverwaltung will auch in Zukunft wirtschaftlich sinnvolle Reinigungen durchführen, mit dem Ziel, die dauerhafte Nutzung zu ermöglichen.

Oberbürgermeister Markus Kleemann testet mit Kindern aus dem Familienzentrum Karl-Hummel das neue Klettergerüst auf dem neuen Spielplatz „Watzmannstraße Arena“ Foto: Stadt Sindelfingen

Ebenfalls zum Toben freigegeben ist nun auch der neue Spielplatz „Watzmannstraße Arena“. Dieser biete vor allem Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren verschiedene Spielmöglichkeiten, so die Stadt. Highlight sei ein Kletterbaum mit Vogelnestern, den der OB gleich ganz persönlich testete.

Der Spielplatz wurde auf dem rund 350 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Arena erbaut, welche baufällig war und abgebrochen wurde.