Der Eichenhain in Stuttgart-Sillenbuch ist vielen Menschen ans Herz gewachsen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Es will einfach nicht still werden um die Baumfällungen im Eichenhain in Stuttgart-Sillenbuch. Der Ärger so mancher Bürger erreicht nun den Bezirksbeirat. Doch die Lokalpolitiker sind in der Frage, ob alles mit rechten Dingen zugeht, gespalten.

Sillenbuch - Die Fällungen von Bäumen im Eichenhain hat viele Anwohner in Aufruhr versetzt. Wie diese Zeitung berichtete, haben einige Nachbarn sogar Grablichter aufgestellt, um ihrer Meinung Nachdruck zu verleihen, dass die Behörden wie die buchstäbliche Axt im Walde vorgegangen seien. Die wiederum hatten mehrfach betont, im großen Stil Bäume und Sträucher entfernen zu müssen, um sowohl die spektakuläre Eichen-Landschaft als auch den wertvollen Magerrasen zu erhalten.

Der Ärger hat nun den Bezirksbeirat erreicht. Auf Wunsch von Knut Krüger (FDP) wurde eine Anfrage an die Stadtverwaltung weitergeleitet, wonach ein Vertreter des Umweltamtes oder des Regierungspräsidiums vorsprechen soll. Der Vorwurf Krügers: Der Einschnitt im Eichenhain sei außergewöhnlich hart gewesen, und die Bevölkerung, insbesondere der Bezirksbeirat, sei nicht hinreichend informiert worden. Auch Manfred Riesle (SÖS/Linke-plus) und Jürgen Frick (Grüne) betonten, dass das Gremium hätte genauer in Kenntnis gesetzt werden müssen. Einzig Ulrich Storz (SPD) widersprach dem. Er habe ausreichendes und einleuchtendes Material zu der von der Stadt durchaus angekündigten Naturschutzmaßnahme gefunden, „und Hausbesuche zur Mitteilung wird die Stadt nicht machen müssen“. Auch sollte man nach seinem Dafürhalten „sparsam mit der Arbeit von Menschen umgehen“.

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