Manfred Rommel: Für den Alt-OB gibt es am 13. Dezember anlässlich des fünften Todestages und 90. Geburtstags einen Festakt im Stadtmuseum. Foto: dpa

Das erste Manfred-Rommel-Stipendium soll am 13. Dezember im Rahmen einer Ausstellungseröffnung über Leben und Wirken des langjährigen Rathauschefs vergeben werden. Das Thema der Arbeit passt gut in die Zeit.

Stuttgart - Die Stadt hat jetzt das erste Manfred-Rommel-Stipendium offiziell ausgelobt. Inhalt der mit 35 000 Euro dotierten Arbeit ist dass Thema Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 25. November, vergeben werden soll das Stipendium anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung über das Leben und Wirken des langjährigen Stuttgarter Rathauschefs am 13. Dezember im Stadtmuseum. Im Rahmen der Schau soll zudem die symbolische Umbenennung des zukünftigen Straßburger Platzes über dem neuen Tiefbahnhof in Manfred-Rommel-Platz erfolgen.

Die Einrichtung des nach dem vor fünf Jahren verstorbenen Alt-OB benannten Stipendiums hatte der Gemeinderat im Sommer vergangenen Jahres auf Vorschlag des aktuellen Amtsinhabers Fritz Kuhn (Grüne) einstimmig beschlossen. Es wird künftig alle zwei Jahre ausgeschrieben und konzentriert sich auf jene Markenzeichen, mit denen Rommel während seiner 21-Jährigen Amtszeit über Stuttgart hinaus populär wurde: Neben soliden Finanzen und Völkerverständigung lagen ihm Integration und Toleranz sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt besonders am Herzen.

Das Thema der Arbeit passt gut in die Zeit

In diesem Jahr hat man mit Blick auf den grassierenden Populismus, sinkende Wahlbeteiligung und Manipulationsmechanismen durch die sogenannten sozialen Medien das Thema Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt ausgewählt. Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler aus allen Bereichen, Autoren, Journalisten und Künstler. Eine Fachjury unter Vorsitz von OB Kuhn entscheidet über den Sieger. Über die Benennung eines Platzes nach Rommel hatte es im Gemeinderat lange Zeit Uneinigkeit gegeben. Ein Vorstoß des langjährigen Rommel-Weggefährten Klaus Lang war zunächst von der CDU-Fraktion abgeblockt worden. Erst auf öffentlichen Druck hin hatten sich die Christdemokraten einem Vorschlag der Freien Wähler angeschlossen, das zukünftige Bahnhofsdach mit dem Namen ihres prominenten und beliebten CDU-OBs zu versehen. Um die Partnerstadt Straßburg nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, war OB Kuhn eigens nach Frankreich gereist.

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