Pierre-Enric Steiger ist als Remstäler des Jahres 2026 der neue Botschafter für Wein, Tourismus, Naherholung und Kultur: Foto: Baumann

Bei der zweitägigen Genussmesse in der Alten Kelter in Fellbach hat der Verein Remstal-Tourismus am Samstag eine besondere Auszeichnung an Pierre-Enric Steiger übergeben.

Nach Operndiva Melanie Diener und Wirtschaftskapitän Hartmut Jenner rückt das Remstal einen Eckpfeiler des bundesweiten Rettungswesens ins Rampenlicht: Pierre-Enric Steiger, Präsident der in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) ansässigen Björn-Steiger-Stiftung, hat beim diesjährigen Weintreff in der Alten Kelter in Fellbach am Samstag die Auszeichnung „Remstäler des Jahres 2026“ erhalten.

 

Im Rahmen der offiziellen Eröffnungfeier für die zweitägige Genussmesse wurde auch die Ernennungsurkunde für den seit 2019 jährlich neu gekürten Botschafter übergeben. „Das soziale Engagement der Familie Steiger und das wohltätige Wirken der Stiftung sind beeindruckend und vor allem vorbildlich für das Remstal und weit darüber hinaus“, betonte Weinstadts Oberbürgermeister Michael Scharmann in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins Remstal-Tourismus bei der Verleihung.

„Klares Bekenntnis zur Region und herausragende Verdienste um das Remstal“

Seit 1969 engagiert sich die Familie Steiger für eine moderne Notfallhilfe und viele weitere lebensrettende Projekte in ganz Deutschland. „Pierre-Enric Steiger wird für sein klares Bekenntnis zur Region und seine herausragenden Verdienste um das Remstal, insbesondere für sein soziales Engagement, mit der Auszeichnung Remstäler des Jahres 2026 geehrt“, heißt es in der Ernennungsurkunde.

Die Björn-Steiger-Stiftung war 1969 von Ute und Siegfried Steiger nach dem tragischen Tod ihres Sohnes Björn gegründet worden. Der damals achtjährige Junge war seinerzeit auf dem Rückweg vom Schwimmbad von einem Autofahrer erfasst worden. Obwohl Augenzeugen des Verkehrsunfalls sofort Polizei und Rettungsdienst alarmiert hatten, dauerte es fast eine Stunde, bis ein Krankenwagen vor Ort eintraf – zu spät, um Björn Steiger noch zu retten.

Die Tragödie mit dem seinerzeit nicht seinen Verletzungen erlegenen, sondern am Schock gestorbenen Kind hat nicht nur das Leben der Familie Steiger verändert, sondern das komplette Rettungswesen in Deutschland auf den Prüfstand gebracht. Mit ihrer Stiftung setzten sich die Eltern unermüdlich für Verbesserungen in der Notfallhilfe ein. Heute gilt die Björn-Steiger-Stiftung als eine der einflussreichsten zivilgesellschaftlichen Kräfte im Rettungswesen.

Pierre-Enric Steiger nahm die Ehrung dankend entgegen: „Diese Auszeichnung erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und Demut. Das Remstal ist für mich weit mehr als eine Region – es ist unsere Heimat, der Ursprung unserer Arbeit und der Ort, an dem alles begann, Leben zu retten und anderen zu helfen“, sagte er am Samstag. Dass dieses Engagement im Remstal gewürdigt werde, bedeute ihm viel. „Mein Dank gilt allen Menschen, die unsere Arbeit seit vielen Jahren mittragen und unterstützen – denn Lebensrettung ist immer eine gemeinsame Aufgabe“, sagte der Bruder des vor fast sechs Jahrzehnten verunglückten Kinds.

Auch Kärcher-Chef Jenner und Opernstar Diener waren schon „Remstäler des Jahres“

Die Auszeichnung „Remstäler des Jahres“ wurde erstmals im Jahr 2019 an den Remshaldener Unternehmer Karl Schnaithmann vergeben. Nach einer Corona-bedingten Pause ging der Titel 2022 an den in Plüderhausen lebenden Formel-1- Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer und 2023 an die in Fellbach lebende Radio-Moderatorin Petra Klein. 2024 erhielt Kärcher-Chef Hartmut Jenner aus Winnenden die begehrte Auszeichnung, 2025 wurde die international geschätzte Opernsängerin Melanie Diener aus Waiblingen zur Remstälerin des Jahres gekürt.

Der jeweils für seine Verdienste um das Remstal gewürdigte Preisträger erhält neben einer Urkunde eine Bronzeskulptur, exklusiv entworfen von dem in Weinstadt-Strümpfelbach lebenden Künstler Karl-Ulrich Nuss. Sie zeigt einen „Krählesbinder“, der symbolisch für die Aufgabe des Remstal-Tourismus steht, Menschen, Kommunen, Aktionen und Ideen rund um die Themen Wein, Gastronomie, Tourismus, Naherholung, Kultur und menschliches Miteinander im Remstal zu bündeln.