Ehrenmünze für Ingrid Jahns „Sie ist der Fixpunkt der Begegnungsstätte“

Von Iris Frey 

Seit zehn Jahren betreut sie ehrenamtlich die Begegnungsstätte in Hofen. Jetzt wurde Ingrid Jahns mit der Ehrenmünze der Stadt Stuttgart ausgezeichnet.

Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann (links), Ingrid Jahns und Pfarrer Ludwig Mattes bei der VerleihungFoto: Bezirksamt

Hofen - Große Überraschung für Ingrid Jahns: Die 76-Jährige hat eine besondere Ehrung erhalten. Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann überreichte ihr die Ehrenmünze der Stadt Stuttgart und würdigte ihr ehrenamtliches Engagement. Seit zehn Jahren leitet sie ehrenamtlich die katholische Begegnungsstätte St. Barbara in der Walchenseestraße 36 in Hofen. „Sie ist sozusagen der Fixpunkt der Begegnungsstätte“, erklärte Bohlmann.

Jahns hat im Mai 2007 die ehrenamtliche Leitung der Begegnungsstätte St. Barbara übernommen. „Sie leitet diese Einrichtung mit besonderem persönlichen Einsatz und Geschick“, so der Bezirksvorsteher. Mit dem Beginn ihres Engagements ging gleichzeitig ein Generationenwechsel auch bei den ehrenamtlichen Helfern einher. Jahns habe diesen Umbruch mit hohem persönlichen Einsatz erfolgreich bewältigt. Dies zeige sich an der regelmäßigen Besucherzahl, bei den weiteren ehrenamtlichen Helfern, sowie bei dem sehr abwechslungsreichen Programm, stellte Bohlmann fest. Jahns habe in den letzten Jahren einen erheblichen Umfang an privater Zeit für die inhaltliche und programmatische Ausrichtung der Begegnungsstätte eingesetzt. Deutlich werde dies auch in den unterschiedlichen Angeboten, die auf die Bedürfnisse der Begegnungsstättenbesucher ausgerichtet seien.

Verlässlicher Ansprechpartner

Der Treff habe sich zu einem Begegnungsort für ältere Bürger von Hofen entwickelt. „Eine besondere Stärke von Frau Jahns ist die Fähigkeit, engen persönlichen Kontakt zu den Besuchern herzustellen“, betonte Bohlmann. Ihr gelinge es, ein sehr buntes, ansprechendes und umfangreiches Programm jeden Monat zu organisieren, das regelmäßig von den Besuchern wahrgenommen werde. Neben der Programmarbeit sei sie auch ein sehr verlässlicher Ansprechpartner für die Besucher, die jederzeit mit Problemen auf sie zukommen können und dort, vor allem für die Alleinstehenden, eine zweite Heimat oder Familie finden. Dies sei besonders im Stadtteil Hofen, in dem viele ältere Menschen noch zu Hause sind, dort aber häufig alleine leben, sehr wichtig, hob der Bezirksvorsteher hervor. Frau Jahns leiste damit einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwesen im Stadtteil Hofen. Ihr Engagement sichere, dass zumindest ein Teil der Bewohner einen wichtigen Anlaufpunkt im Alltag habe, so Bohlmann.

Jahns wurde 1942 in Breslau geboren. Sie erhielt die Auszeichnung im Rahmen einer Veranstaltung in der Begegnungsstätte der katholischen Kirche St. Barbara. Pfarrer Ludwig Mattes gratulierte für die katholische Kirche mit einem Blumenstrauß und dankte der Hofenerin für ihren Einsatz.