Foto: Mathias Kuhn

Mit einer Ehrenmünze bedankte sich die Landeshauptstadt für das ehrenamtliche Engagement von drei Untertürkheimern: Marco Mayer, Klaus Ruf und Michael Warth erhielten die Auszeichnung.

Untertürkheim - Der Chansontitel „Je ne veux pas travailler“ , den das Quartett Bric á brac zu Beginn des Ehrenamtsabends vortrug, trifft nicht auf die anschließend Geehrten zu. „Ich will nicht arbeiten“, heißt es in dem französischen Refrain. Zusätzlich zu ihrer beruflichen Arbeit opfern Marco Mayer, Klaus Ruf und Michael Warth viele Stunden für ihre Ehrenamtstätigkeit in den jeweiligen Vereinen. Als Anerkennung für „ihr jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement“ erhielten die drei Untertürkheimer die Ehrenmünze der Stadt Stuttgart. „Ihrer Arbeit gemeinsam ist, dass sie Altes bewahren, gleichzeitig aber Neues wagen“, dankte Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel den Geehrten.

Marco Mayer stieß im Juli 2004 zum Sportschützenverein Untertürkheim und war ein Jahr danach bereits der zweite Schatzmeister des Vereins. Vor acht Jahren wurde er zum ersten Schatzmeister und gleichzeitig zum Jugendleiter gewählt. „Mit seinen Ideen und Erfahrungen prägte er entscheidend den Verein“, so Wenzel. Um mehr Jugendliche anzusprechen, führte er 2011 Bogenschießen ein. Mit Erfolg. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Verein stieg seitdem von ursprünglich sechs auf jetzt 28 Nachwuchsschützen. Auch durch die Betreuung der Besucherinnen und Besucher der Sportschützen trage Mayer wesentlich zur Mitgliedergewinnung und Werbung für den Verein bei. Der Verein stehe in Kontakt mit Schulen, die beim Bogenschießen einmal Schützenluft schnuppern dürfen. „Sie sind eine treibende Kraft, ohne die das Fortbestehen des Vereins schwer denkbar ist“, so Wenzel.

Posaunenlehrer mit Leib und Seele

Klaus Ruf gehört seit der Wiedergründung des Musikvereins im Jahr 1989 dem Untertürkheimer Verein an. Er bläst nicht nur seit 30 Jahren in die Posaune, sondern gibt seit 2011 als Vereinsvorsitzender auch den Ton an. „Von Beginn an haben sie in verschiedenen Funktionen Verantwortung übernommen“, dankte Wenzel. So bildet er seit 21 Jahren Kinder und Jugendliche am Tenorhorn und an der Posaune aus, hält Kontakt zu den Untertürkheimer Schulen und ist auch bereit, neue Impulse zu setzen. So rief er 2017 die Jugendband wieder ins Leben. „Mit dem Musikverein bereichern sie das Leben des Stadtbezirks. Der Musikverein organisiert die Maihocketse, tritt während der Feuerwehrhocketse, beim Weihnachtsmarkt, im Juli beim Käskipperfest und bei weiteren Veranstaltungen auf“, erklärt Wenzel. Seit einigen Jahren ist Ruf auch im Vorstand des Kreisverbands Stuttgart/Filder und als Mitglied der Musikgruppe Trotzblech aktiv.

Trotz seiner jungen Jahre ist Michael Warth in mehrfacher Weise ehrenamtlich aktiv. Auch er spielt im Musikverein und gehört seit 2011 dem Vorstand an. Zudem übernimmt er seit zehn Jahren als Wahlhelfer – seit den letzten beiden Wahlen sogar als Vorsitzender – Verantwortung. Der Wengerter ist Mitglied im Aufsichtsrat der Weinmanufaktur und seit 2013 der Vorsitzende des Weinfestvereins. „Seit 2015 vertritt er als ordentliches Mitglied die CDU-Fraktion im Bezirksbeirat. Michael Warth war der Initiator des Weinblütenfestes und er organisierte 2018 den „WeinKult“ auf dem Karl-Benz-Platz. „Sie tragen damit alle zum kulturellen Beleben von Untertürkheim bei“, dankte Wenzel den Ehrenamtlichen.

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