Beim Faschingsumzug in Ehningen ging es lustig zu – bis auf einige Zwischenfälle (Archivbild). Foto: Factum/Weise

Ob wegen Schlägereien, betrunkenen Minderjährigen oder Zwischenfällen mit Einhörnern – beim Faschingsumzug in Ehningen hatte die Polizei am Sonntag alle Hände voll zu tun.

Ehningen - Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen – besseres Wetter hätten sich die Veranstalter des 14. Faschingsumzugs in Ehningen (Kreis Böblingen) nicht wünschen können. Und so zog es am Sonntag auch mehr als 16 000 Besucher auf die Straßen. Aus Sicht der Polizei verlief das närrische Treiben jedoch nicht reibungslos.

Am Nachmittag hatte es unter anderem gegen 15 Uhr und gegen 16 Uhr in der Königstraße Streit zwischen mehreren Jugendlichen gegeben. In dessen Verlauf schlug ein 20 Jahre alter Besucher einem 19-Jährigen ins Gesicht. Als der 19-Jährige daraufhin seinen Widersacher angreifen wollte, schritten Polizisten ein und konnten dies verhindern. Der 19-Jährige war zwar nicht betrunken, musste das Fest aber verlassen.

Gebrochene Nase und zerbrochene Brille

Auch ein Disput zwischen einem 17- und einem 18-Jährigen eskalierte. Der 17-Jährige soll sich an den Jacken einer Gruppe zu schaffen gemacht haben, woraufhin ihn der 18-Jährige ansprach. Der Jüngere soll ihn daraufhin ins Gesicht geschlagen haben. Der 18-Jährige musste mit gebrochener Nase in ein Krankenhaus gebracht werden. Noch am Nachmittag entwendete ein Dieb die Einnahmen einer Narrenzunft, deren Mitglieder das Geld bei sich trugen.

Bei der Party am Abend im Festzelt geriet ein alkoholisierter 33-Jähriger an zwei Frauen, die als Einhörner verkleidet waren. Er soll sie begrapscht haben, woraufhin die Frauen ihn ohrfeigten. Dabei fiel seine Brille zu Boden und zerbrach. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro. Darüber hinaus musste die Polizei in insgesamt zehn Fällen jugendlichen Besuchern, die im Zusammenhang mit Alkohol aufgefallen waren, einen Brief an deren Eltern mit auf den Heimweg geben.

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