Auf dem Land werden viel weniger gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen als in Städten. Foto: Lichtgut//Verena Ecker

Laut statistischem Landesamt heiraten in Baden-Württemberg weniger gleichgeschlechtliche Paare im ländlichen Raum als in urbanen Gefilden. Die Kluft ist groß, Mannheim und Sigmaringen unterscheiden sich fast ums Zehnfache.

Stuttgart - In den ländlichen Gegenden Baden-Württembergs haben im vergangenen Jahr seltener homosexuelle Paare geheiratet als in den großen Städten. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, wurde 2019 in den Kreisen Sigmaringen, Biberach und Tuttlingen nicht einmal jede hundertste Ehe zwischen zwei Frauen oder zwei Männern geschlossen. Dagegen wurde in Mannheim jede 12. Ehe von einem gleichgeschlechtlichen Paar eingegangen, in Stuttgart jede 19.

Insgesamt haben 2019 im Südwesten 54 613 Paare geheiratet. Davon waren 1376 gleichgeschlechtlich. Seit 2017 können homosexuelle Paare eine Ehe schließen oder ihre zuvor eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen.

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