Gruppenfoto vor Schloss Solitude: Die ehemaligen Cranko-Schüler haben am nahen Friedhof das Grab von John Cranko besucht. Foto: Bues

Sie waren unter den ersten Schülern, die in Stuttgart die John-Cranko-Schule besuchten. Nun haben sich die Ehemaligen in Stuttgart getroffen und Erinnerungen ausgetauscht.

Stuttgart - „Danke für so viel Schönes und die inspirierende Zeit“ steht auf dem Herz, das in einer üppigen Blumenschale auf dem Grab John Crankos auf die Spender hinweist: ehemalige Schüler, die in den Jahren von 1971 bis 1980 die John-Cranko-Schule besucht haben. Am 22. und 23. Juni haben sich die ausgebildeten Tänzer, die zu den ersten Schülern der 1971 von John Cranko gegründeten Ballettakademie gehörten, in Stuttgart getroffen: 76 Alumnis von vier Kontinenten kamen zusammen, bis aus Australien und Neuseeland reisten sie an, auch ehemalige Erzieher und Ursula Wissel, die damalige Sekretärin der Cranko-Schule waren dabei.

Klar, dass für ein solches Treffen der Weg an John Crankos Grab dazugehört. Viele der ehemaligen Schüler hatten den am 26. Juni 1973 verstorbenen Gründer des Stuttgarter Balletts persönlich kennengelernt und die Aufnahmeprüfung für die Schule unter seiner Beobachtung absolviert. Auch an Crankos letzter Wohnung in einem der Kavaliershäuschen am Schloss Solitude führte der Rundgang vorbei, Gruppenbild vor Schlosskulisse natürlich inklusive. „Das war sehr emotional“, erinnert sich Patricia Bues, die Mit-Organisatorin des Treffens, an den Moment an Crankos Grab, als Ehemalige wie Claudine Merkel die Erinnerungen an den Choreografen mit den anderen teilten.

Besuch beim Stuttgarter Ballett

Unter vielen anderen sind Marion Jäger und Mark McClain dabei, als sich die Gruppe am ersten Tag in der Cranko-Schule trifft und bei einem Training schaut, wie sich der Ballettnachwuchs heute präsentiert. Auch beim Training im Stuttgarter Ballett schaut die Alumni-Gruppe vorbei.

Vor zwanzig Jahren hatte sich der erste Jahrgang der Cranko-Absolventen bereits einmal getroffen. Doch die aktuelle Begegnung sei von einer noch größeren Emotionalität gewesen, erzählt Patricia Bues. „In höherem Alter nimmt man so etwas vielleicht bewusster war“, sagt die ehemalige Tänzerin, die nach ihrer Ausbildung in Stuttgart für ein Engagement nach Köln ging. 20 Jahre – so lange soll es nicht bis zum nächsten Treffen dauern. Schließlich lockt der Neubau der Cranko-Schule, zu dessen für den Herbst 2019 Eröffnung vielleicht ja auch der eine oder die andere unter den ehemaligen Schülern vorbeischauen wird.

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