Ebersbach Kinder zeigen ihre Lieblingsplätze

Von Corinna Meinke 

Die drei Brüder Lars, Jannik und Fabian Kümmerle   haben ihre  Lieblingsplätze in der  Stadt als Bildercollagen porträtiert und sogar einen Dokumentarfilm abgeliefert. Foto: Horst Rudel
Die drei Brüder Lars, Jannik und Fabian Kümmerle haben ihre Lieblingsplätze in der Stadt als Bildercollagen porträtiert und sogar einen Dokumentarfilm abgeliefert. Foto: Horst Rudel

Kinder spielen gern und dazu brauchen sie auch das passende Umfeld. Im Ebersbacher Rathaus ist zu sehen, wie diese Lieblingsplätze aussehen sollen.

Ebersbach - Familien mit Kindern liegen der Stadt Ebersbach besonders am Herzen, Dies zeigt auch der Bebie-Prozess, in dem seit vier Jahren Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Ebersbach systematisch ausgebaut und vernetzt werden. Und für ihre Freizeit stehen Kindern außerdem ein Jugendhaus und eine bunte Vereinslandschaft offen. Dass Kinder in der Stadt darüber hinaus Bedürfnisse nach Spiel und Spaß haben, belegt eine kleine Ausstellung, die dieser Tage im Rathaus zu sehen ist und der ein Kreativwettbewerb vorausgegangen ist.

Kinder zeigen ihre Lieblingsplätze

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die jungen Teilnehmer wünschen sich mehr Spielmöglichkeiten, und zwar vor allem im Kauffmannareal, auf Spielplätzen und im Freibad. Unter der Überschrift „Wir in Ebersbach“ hatten Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren Gelegenheit, ihre Lieblingsplätze in der Stadt vorzustellen und sie mit Verbesserungsvorschläge anzureichern.

Zwar haben laut dem Citymanager Thomas Müller weniger Mädchen und Jungen teilgenommen, als erhofft, doch wie die Schau zeigt, sieht der aktive Nachwuchs allerhand Nachholbedarf bei den öffentlichen Spielangeboten. „Diese Rückmeldungen können wir jetzt gut aufnehmen“, kommentiert auch der Stadtplaner Jan Werneke die Ergebnisse nach einer ersten Durchsicht, denn die Ebersbacher Spielraumkonzeption habe sich durch vielerlei Umstände verzögert und sei noch im Werden. Während es für kleinere Kinder bis sechs Jahren ganz gute Spielmöglichkeiten in der Stadt gebe, wolle die Kommune bald mehr Angebote für die Älteren schaffen.

Mirari wünscht sich eine Bühne

Auf die Kritik der achtjährigen Mirari, die in der Fußgängerzone in der Ludwigstraße eine Rutsche und ein Klettergerüst vermisst und sich eine Bühne für kleine und große Kinder wünscht, antwortet Werneke, dort sei tatsächlich noch das ein oder andere Spielgerät geplant, wobei es aber mehr um Qualität als um Quantität gehe.

Auch die achtjährige Amy hat ein Plakat ins Rathaus geschickt. Es beschäftigt sich mit dem Spielplatz im Alleenpark. „So viel Platz und nix zu spielen“, steht neben Fotos, die den mit zwei Schaukeln, Klettergerüst und Rutsche bescheiden eingerichteten Spielplatz abbilden. Ein Baumhaus und ein großes Klettergerüst fänden hier noch locker Platz, regt die Grundschülerin an. Gleich zwei Bildercollagen und einen Film haben die drei Brüder der Familie Kümmerle beigesteuert. Der siebenjährige Lars, der am liebsten im grünen Bachtal rumstromert, träumt von einer Kletterhalle mit Wasser für die kalten Wintermonate, während für seine beiden großen Brüder das Freibad der liebste Platz im Ort ist.

Fabian, Lars und Jannik schwimmen und wandern gerne

Der zehnjährige Fabian belegt beispielsweise seine Begeisterung für das Tauchen mit Unterwasserfotos und ist überzeugt davon, dass eine feste Rutsche und ein Fünfmeterturm das Schwimmerbecken noch attraktiver machen würden. Der Älteste in dem Bubentrio ist der elfjährige Jannik, ebenfalls eine Wasserratte, wie seine Eltern Saskia und Frank beteuern. In seinem Freibad-Dokumentarfilm, den die Rathausbesucher noch bis Ende des Monats im Foyer sehen können, wünscht er sich zur Verlängerung der Badesaison ein beheiztes Becken samt Schutzdach. Und wenn die Kümmerles nicht schwimmen oder wandern, trifft man sie in der Freiwilligen Feuerwehr an, wo der Vater als Zugführer, die Mutter als aktive Feuerwehrfrau und die Buben in der Mini- beziehungsweise in der Jugendfeuerwehr Dienst leisten.

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