Leckereien auf die Hand, das ist das Motto der „Eat and Meet“-Events. Foto: Lichtgut/Jan Reich

Kulinarische Leckereien aus Food-Trucks hätte es am Freitag, 29. Juli, in Plieningen und Vaihingen geben sollen. Dieser Termin klappt nun nicht – Stadt und Veranstalter waren uneins über die Sondernutzungsgebühren der betroffenen Plätze. Neue Termine stehen noch nicht fest.

Plieningen/Vaihingen/Möhringen - Ich hatte mir den Termin am Freitag bereits eingetragen, um dort mein Abendessen zu besorgen“, sagt die Plieninger Bezirksvorsteherin Andrea Lindel etwas enttäuscht. Entgegen der Ankündigung werden heute, Freitag, 29. Juli, keine Food-Trucks in Plieningenund Vaihingen Halt machen und kulinarische Leckereien anbieten.

Daniel Rosner, Geschäftsführer der veranstaltenden Agentur Heldenreich, sagt: „Es gibt keine Einigung mit der Stadt.“ Das läge an den „horrenden“ Platzmieten, die ihm erst vergangene Woche bekannt geworden seien. „Wir hängen jetzt selber in der Luft“, bekennt er. Von der Seite der Agentur sei alles fertig geplant und getaktet. „Jetzt liegt erst einmal alles auf Eis.“

Laut der Stadt seien die Standorte Vaihingen und Plieningengenehmigungsfähig gewesen. Problem sind eben jene Sondernutzungsgebühren: Die betragen je nach Straßenkategorie zwischen 40 und 103 Euro je angefangene drei Quadratmeter.

Die Flächen in Plieningen, Vaihingen und Möhringen, auf denen die Foodtrucks hätten stehen sollen – also Mönchhof, Vaihinger Markt sowie der Platz neben der Martinskirche – sind sogenannte gewidmete Flächen. „Hier muss das Ordnungsamt generell über die Erteilung einer Sondernutzung entscheiden“, erklärt die Stadtsprecherin Chiara Vitzthum. Dazu würden auch die Bezirksbeiräte angehört. Sollte ein Bezirksbeirat einen Antrag ablehnen, wie in Möhringen geschehen, und das mit „sachgerechten Gründen“, setze sich das Ordnungsamt nicht über dieses Votum hinweg: „Besonders, wenn dem Antragsteller konkrete Alternativen angeboten werden, wie es in Möhringen geschehen ist“, so Vitzthum.

Ein neuer Termin steht in den Sternen

Vaihingen sei ein Sonderfall, so die Stadtsprecherin: Das Ordnungsamt kann eine Sondernutzung erteilen, außerdem hätten Bezirksvorsteher und Bezirksbeirat begründet, dass die Veranstaltung „im überwiegenden öffentlichen Interesse“ des Bezirks ist. „Der Veranstalter kann also von den Gebühren befreit werden“, sagt Chiara Vitzthum, „in Vaihingen kann Eat and Meet voraussichtlich stattfinden.“ Auch in Plieningen musste dieses „öffentliche Interesse“ beim Bezirksamt nachgefragt werden – für beide Bezirke sind die Genehmigungen aber nun durch und werden nun dem Veranstalter zugestellt, so die Stadtsprecherin. „Hier ist die Besonderheit, dass eine an sich kommerzielle Veranstaltung den Ausnahmetatbestand des überwiegenden öffentlichen Interesses mit dem Ziel der Gebührenbefreiung geltend macht und die Begründung dafür einer umfassenderen Prüfung bedurfte“, erklärt Vitzthum die Notwendigkeit einer Prüfung durchs Ordnungsamt.

Wann die Food-Trucks aber nun ankommen werden, steht in den Sternen: Der heutige Termin ist nicht zu halten. Ob die Food-Trucks mit einer Woche Verspätung oder auch mehr in Vaihingen und Plieningen anrollen, kann Rosner noch nicht sagen. „Bei uns ist nach wie vor das Interesse da“, sagt er. Es stellt sich lediglich die Frage nach dem Termin: „Der Sommer ist auch nicht unendlich.“ Ursprünglich war vorgesehen, dass die Food-Trucks an acht Freitagen anrollen, also jeweils zwei Monate lang.

In Degerloch hatte der Bezirksbeirat bereits zuvor die „Eat and Meet“-Veranstaltung abgelehnt, so dass die Agentur sich dort gar nicht erst um eine Genehmigung bemüht hatte. „Wir wollen es nur bei einer hundertprozentigen Zustimmung vor Ort machen“, so Daniel Rosner.

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