Wie findet man den richtigen E-Reader oder die passende Musikbox für den Urlaub? Und wie lassen sich Reisedokumente mit der Smartwatch am besten nutzen? Wir erklären, welche Gadgets sich empfehlen und worauf man achten sollte.
Stuttgart - Mit dem richtigen Zubehör im Gepäck kann man sich das Reisen um einiges angenehmer machen. Ein Überblick.
Reisebegleiterin am Handgelenk
Die Apple Watch (ab rund 300 Euro) wird vor allem als Sportaccessoire gesehen. Doch man kann sie auch als Reisebegleiterin nutzen. Das schafft eine konkurrenzlose Menge an Apps. So kann man über die „Wallet“-App – eine Art digitale Brieftasche – Bordkarte, Tickets und andere Dokumente verwalten und schnell darauf zugreifen. Die Lufthansa und die Deutsche Bahn bieten diese Möglichkeit an. Reiseunterlagen werden über die „Wallet“-App dann automatisch am richtigen Ort zur richtigen Zeit angezeigt. Ist das iPhone mit der Apple Watch verknüpft, erscheint die Bordkarte auch auf der Uhr, samt QR-Code, den man nur auf einen Ticketscanner halten muss.
Auch Sprachbarrieren lassen sich mithilfe der Apple Watch überwinden, etwa mit dem kostenlosen Programm „Microsoft Translator“, das es auch für Android gibt. Der Übersetzer beherrscht 45 Sprachen, die gewünschte sollte man über die Einstellungen vor Reiseantritt herunterladen. Den zu übersetzenden Text spricht man in die Apple Watch.
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Simpel, aber ausgesprochen nützlich ist der „Elk – Währungsrechner“. Hat man in der App über die Einstellungen die richtigen Währungen ausgewählt, kann man den Betrag auf der smarten Uhr am Handgelenk durch Drehen an der Digital Crown anpassen – einem Rädchen seitlich am Gehäuse.
Lesen ohne Schlepperei
Wer im Urlaub ein Buch nach dem anderen verschlingt, kennt das Problem: Dicke Bücher mitzuschleppen ist ziemlich mühsam. Die Ferien sind daher ein guter Anlass, sich einen E-Reader anzuschaffen. Zum Beispiel den neuen Amazon Kindle für rund 80 Euro. Das Einsteigermodell besitzt eine integrierte Hintergrundbeleuchtung, die bislang den teureren Paperwhite- und Oasis-Modellen vorbehalten war. Technisch ausgereift, solide verarbeitet und mit einer extrem langen Akkulaufzeit macht man damit eigentlich nichts falsch. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man sich langfristig an Amazon bindet, da E-Books und Hörbücher ausschließlich über den Online-Händler gekauft werden können.
Eine Alternative ist der Tolino Shine 3 für knapp 90 Euro, der etwas leichter ist als der Kindle. Zudem kann man damit selbst entscheiden, wo man seine E-Books kauft. Das Gerät ist bereit für die sogenannte Onleihe der öffentlichen Bibliotheken – die digitale Ausleihe. So kann man Bücher, Zeitschriften, Hörbücher und Filme über die örtliche Bibliothek ausleihen, was sich positiv in der Reisekasse bemerkbar macht.
Dazu muss man zunächst vor Ort einen Büchereiausweis beantragen. Danach den E-Reader mit einem WLAN-Netzwerk verbinden, über die Adresse https://onleihe.net/ mit dem Browser des E-Readers den Onleihe-Zugang der jeweiligen Bibliothek suchen und sich einloggen.
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Der Kindle wiederum punktet mit intuitiver Bedienung – und mit der Möglichkeit, Hörbücher über Amazons Service Audible abzuspielen. Allerdings verfügt das Gerät weder über Lautsprecher, noch über einen Kopfhörereingang. Um Audible-Hörbücher abspielen zu können, braucht man deshalb eine Bluetooth-Verbindung zu einem externen Lautsprecher oder Headset.
Sound für den Strand
Der Hersteller Ultimate Ears werkelt weiter an der Perfektionierung seiner Bluetooth-Lautsprecher. Der Wonderboom 2 für rund 100 Euro bringt gegenüber dem optisch sehr ähnlichen Vorgänger einige Detailverbesserungen: Der Klang wirkt dynamischer, die Akkulaufzeit hat sich auf rund 13 Stunden erhöht, die Wiedergabetaste ist besser erkennbar. Für den Tag am Strand ist die bunte Soundkugel gegen Sand geschützt, verzeiht Stürze aus bis zu 1,5 Meter Höhe und schwimmt an der Wasseroberfläche. Koppelt man zwei Wonderbooms, erklingt Musik jetzt auch in Stereo. Das funktioniert auch mit einem neuen und einem älteren Modell, dann allerdings nur im Gleichklang. Für unterwegs ist der neue Outdoor-Boost, der über eine Taste an der Unterseite erreichbar ist und den Sound auf die Bedingungen im Freien anpasst. Eine Alternative sind die D FINE Cubes von Dockin, die für rund 160 Euro gleich im stereotauglichen Doppelpack kommen. Schwimmen können sie nicht, sind aber immerhin gegen Spritzwasser geschützt.
Je nach Mobilfunkvertrag ist das Streamen von Musik ein teurer Spaß. Es empfiehlt sich deshalb, Musik und Videos herunterzuladen, während man noch mit einem WLAN verbunden ist. Bei Amazon Music und anderen findet man diese Option in der Regel direkt über die an einem Album oder einer Playlist angezeigte Menütaste. Beim Streamingdienst Spotify öffnet man das gewünschte Album und legt den Schalter rechts neben „Herunterladen“ um. Vorsicht: Die Funktion „Speichern“ dient nur zum Markieren des Albums als Favorit, nicht aber zum Herunterladen. Zudem setzt das Offline-Musikhören ein kostenpflichtiges Premium-Abo voraus.
Strom auch unterwegs
An vielen öffentlichen Orten wie Bahnhöfen oder Flughäfen findet man USB-Ladestationen, an denen man elektronische Geräte kostenlos aufladen kann. Doch die sind mit Vorsicht zu genießen. Sicherheitsexperten stufen die Gefahr, auf diesem Wege Opfer von Datendieben zu werden, als unkalkulierbar hoch ein. Zum Glück findet man meist auch Arbeitsplätze mit Steckdosen. Damit es möglichst schnell geht, empfiehlt sich ein Ladegerät, das Schnellladetechnologien wie Quick Charge oder Power Delivery unterstützt. Daran lassen sich je nach Modell mehrere Geräte gleichzeitig anschließen, die dann auch vor Überspannung geschützt sind.
Unabhängig von Stromquellen ist man mit einer mobilen Powerbank. Man sollte aber unbedingt auf die Bestimmungen der Fluglinie achten, damit man die zulässige Kapazität nicht überschreitet. Außerdem gehören Powerbanks ins Handgepäck – erlaubt sind in der Regel zwei separat verstaute Geräte. Im Koffer haben sie wegen der Brandgefahr grundsätzlich nichts zu suchen.