Die fünf Ladesäulen mit je zwei Anschlüssen sind in der Mitte des Geländes (roter Kreis) vorgesehen und sollen in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gehen. Die Anfahrt ist sowohl von der Hedelfinger Straße als auch von den Otto-Konz-Brücken möglich. Foto: SVG (z)

Fünf Schnellladestationen für Elektro-Autos sollen direkt an der B10 auf dem Gelände der Straßenverkehrsgenossenschaft in Wangen aufgestellt werden. Künftig könnte dort noch mehr entstehen.

Wangen - Der neue Autohof in Wangen nimmt immer mehr Gestalt an. Nachdem das neue Hotel mit 88 Zimmern im März und das Verwaltungsgebäude der Straßenverkehrsgenossenschaft Süd eG (SVG) im Sommer vergangenen Jahres fertiggestellt wurden, erfolgt nun der nächste Schritt. Die Stadtwerke Stuttgart erstellen auf dem Gelände an der Hedelfinger Straße 17 einen Elektro-Ladepark. Der Standort an der B10, an dem Standplätze für 100 Lastwagen und 20 Autos zur Verfügung stehen, sei „prädestiniert für einen Schnellladepark. Gemeinsam bringen wir hier das Angebot für klimafreundliche Mobilität voran“, sagt Peter Drausnigg, der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart.

 

Zufahrt über Hedelfinger Straße und Otto-Konz-Brücken

In der zweiten Jahreshälfte 2022 sollen auf dem Gelände fünf Ladesäulen mit jeweils zwei Ladeanschlüssen und einer Leistung zwischen 75 und 300 Kilowatt installiert werden. So sollen E-Mobilisten ihre Fahrzeuge extrem schnell laden können. Einen sicheren und leistungsfähigen Betrieb soll eine zusätzliche Trafo-Station auf dem Gelände gewährleisten. Die Zufahrt soll sowohl über die Hedelfinger Straße als auch über die Otto-Konz-Brücken möglich sein. „Wir sind stolz, dass sich die SVG für uns entschieden hat“, erklärt Drausnigg. Rund eine halbe Million Euro investieren die Stadtwerke in den neuen Standort auf dem Autohof gemeinsam mit dem Partner Allego, einem der größten Anbieter von Ladestationen.

Innovationen im Mobilitätssektor aufgreifen

„Uns ist wichtig, einen lokalen Partner an der Seite zu haben, der sowohl die Seite des Versorgungsnetzes als auch den Betrieb des neuen Ladeangebotes kompetent und mit dem Blick auf weitere Entwicklungsschritte angehen kann“, unterstreicht SVG-Süd-Vorstand Uwe Nestel. Im Rahmen eines Pilotprojektes soll der Autohof in Wangen den aktuellen Bedürfnissen angepasst und es sollen Innovationen im Mobilitätssektor aufgegriffen werden.

Das bislang hauptsächlich dem Schwerlastverkehr vorbehaltene Areal an der B10 bietet neben dem Hotel mit Gastronomie und dem SVG-Zentrum für das Transport- und Logistikgewerbe mit Büro- und Schulungsräumen und Raum für entsprechende Verbände auch sanitäre Einrichtungen, zwei Tankstellen mit Bistro- und Getränkemarkt, Kurz- und Langzeitparkplätze für Pkw und Lastwagen, Reifen- und Autoservice sowie Waschboxen für individuelle Fahrzeugreinigungen.

Mehrstöckige Gewerbebauten im Sinne eines „Urban Sandwich“

Nun folgt also der nächste Schritt in der Umgestaltung für die Zukunft. „Auf einem Autohof gehört es zwingend dazu, neue Wege bei den Antriebsarten zu gehen. Mit der Ladeinfrastruktur der Stadtwerke schaffen wir einen großen Schritt in puncto Ladeangebot und Aufenthaltsqualität“, unterstreicht SVG-Süd-Vorstand Michael Dietzel. Perspektivisch will die SVG das Gelände auch noch besser nutzen, in Form der urbanen Flächenentwicklung „in die Höhe“. So wären auf der Grundlage der Konzeptstudie „Urban Sandwich“ mehrstöckige Gewerbebauten als einer von fünf Standorten in Stuttgart auf dem Autohof möglich.

Die 1948 gegründete SVG betreibt mit ihren 15 regionalen Straßenverkehrsgenossenschaften in Deutschland 31 eigene Autohöfe und Tankstellen sowie 26 Fahrschulen mit mehr als 100 Fahrlehrern vor allem für Berufskraftfahrer. Rund 8000 Transport- und Logistikunternehmen in Deutschland sind Mitglied der SVG, die nach eigenen Angaben rund 85 000 Kunden zählt.