An Schnellladesäulen werden E-Autos in einer halben Stunde geladen Foto: dpa

Um den Ausbau der Elektromobilität zu unterstützen, sollen neben den bisherigen rund 250 Ladesäulen in Stuttgart und der Region noch leistungsfähigere Schnellladesäulen aufgebaut werden. Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) ist dabei Partner in einem Projektverbund mit mehreren deutschen Autoherstellern.

Stuttgart - Um den Ausbau der Elektromobilität zu unterstützen, sollen neben den bisherigen rund 250 Ladesäulen in Stuttgart und der Region noch leistungsfähigere Schnellladesäulen aufgebaut werden. Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) ist dabei Partner in einem Projektverbund mit mehreren deutschen Autoherstellern.

Wer eine der Stromtankstellen in Stuttgart und der Region ansteuert, dem liefern die Säulen maximal 22 Kilowatt pro Stunde. Das genügt (bei entsprechender Ausstattung des Autos), um die Batterie eines E-Smart mit einer Kapazität von 17,5 Kilowattstunden in einer Stunde zu füllen. Damit kommt man laut Smart bis zu 145 Kilometer weit.

Um Autos mit größerem Speicher wie zum Beispiel den aus Kalifornien kommende Tesla S mit Kapazitäten von 60 oder 85 Kilowattstunden schnell bedienen zu können, sind ganz andere Stationen nötig. Sie sollen entlang großer Verkehrsachsen und in Metropolen entstehen. In Städten böten sich als Ladepunkte womöglich große Einkaufszentren an.

„Für den heutigen Bestand an Elektroautos haben wir in Stuttgart eine gute Infrastruktur, gemessen an der Einwohnerzahl ist es sogar die beste in Deutschland“, sagt Lars Walch, bei EnBW Projektleiter für das „Schaufenster E-Mobilität“ der Bundesregierung. Bis 2017 solle erforscht werden, wo der Aufbau einer Schnellladeinfrastruktur sinnvoll und wirtschaftlich sei.

Das Unternehmen Tesla, das dem Projektverbund anders als Daimler, BMW, VW, Porsche sowie Audi und Ford (diese assoziiert) nicht angehört, baut bereits in ganz Europa Schnellladestationen auf. Diese „Supercharger“ können innerhalb von 30 Minuten 120 Kilowatt liefern. Damit sind laut Tesla 270 Kilometer Fahrstrecke möglich. Das Modell S der Kalifornier kommt je nach Batterieausstattung laut Hersteller 386 bis 485 Kilometer weit.

Für die vom Unternehmen Car2go eingesetzten E-Smart ist die Stuttgarter Ladesäulen-Infrastruktur mehr als ausreichend. Laut Sprecher Andreas Leo haben die Fahrzeuge das optionale Schnelllademodul auch aus Kostengründen (2800 Euro Aufpreis) nicht eingebaut. Die Kurzzeitmieter fahren mit dem Kleinwagen laut Leo zwischen fünf und 15 Kilometer. Eine Batteriefüllung reiche daher auch für die mehrfache Nutzung tagsüber aus. Die Smart würden in der Regel nachts in sieben Stunden geladen.

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