Durst, Sonnenbrand, Hitzestau Das war der Sommer in Baden-Württemberg

Von red/dpa/lsw 

Der Sommer 2018 in Baden Württemberg hat sich nicht lumpen lassen und außergewöhnliche Werte geliefert. Was Urlauber überwiegend freut und Winzern einen guten Jahrgang beschert, hat auch seine negativen Seiten.

Temperaturen weit über 30 Grad – im Sommer 2018 keine Seltenheit.Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart/Offenbach - Sonne und Wärme reichlich, Wasser wenig: Der Sommer 2018 in Baden Württemberg hat sich nicht lumpen lassen und außergewöhnliche Werte geliefert. Mit einer Durchschnittstemperatur von landesweit 19,2 Grad wurde das langjährige Mittel (1961 bis 1990) um drei Grad übertroffen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach mitteilte. Die Sonne schien von Juni bis August insgesamt 795 Stunden, 636 Stunden wäre durchschnittlich gewesen. Regen gab es kaum. Im Mittel waren es 160 Liter je Quadratmeter. Zu erwarten gewesen wären 292 Liter.

Was Urlauber überwiegend freut und Winzern einen guten Jahrgang beschert, hat auch seine negativen Seiten. Viele Landwirte beklagen drastische Ernteverluste, Schiffe auf dem Rhein können wegen des niedrigen Wasserstands nur halb beladen fahren. Fische leiden unter Wärme und Sauerstoffmangel, die Energieversorger mussten zeitweise Kraftwerke drosseln, um weniger warmes Wasser in Rhein und Neckar zu leiten.