Einige Beobachter hatten erwartet, dass Nikki Haley relativ schnell nach der Abstimmung in New Hampshire vor mehr als einer Woche hinschmeißen könnte. Foto: Artie Walker Jr./FR171867 AP/AP/dpa

Wie lange hält die Republikanerin Nikki Haley durch? Ihre Gegner, allen voran Trump, bemühen sich eifrig, ihre Präsidentschaftsambitionen für gescheitert zu erklären. Doch die 52-Jährige hält dagegen.

Washington - Die republikanische Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley will sich in ihrem wenig chancenreichen Duell mit Donald Trump um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei nicht vorschnell geschlagen geben. "Ich gehe nirgendwohin", sagte die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen dem Fernsehsender CNN. Sie sei für die lange Strecke in dem Rennen und werde dabei bleiben, versicherte die 52-Jährige auf mehrere Nachfragen, warum sie trotz magerer Aussichten und trotz des Drängens vieler Parteikollegen nicht aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aussteige. 

Wer in den USA Präsidentschaftskandidat werden will, muss sich zunächst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Von den republikanischen Präsidentschaftsanwärtern sind nur noch Haley und Trump übrig. In Umfragen liegt Trump landesweit mit gewaltigem Vorsprung vor Haley. Der Ex-US-Präsident hatte auch die ersten beiden Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa und New Hampshire klar gewonnen. Haley werden daher nur geringe Chancen eingeräumt, sich am Ende gegen Trump durchzusetzen. 

Wichtiger nächster Meilenstein in dem Rennen ist die Vorwahl der Republikaner im Bundesstaat South Carolina Ende Februar. Haley war dort früher Gouverneurin. Doch auch in dem konservativen Südstaat führt Trump trotz Haleys Heimvorteil mit Abstand. Sie gab sich in dem CNN-Interview trotzdem kämpferisch und verwies darauf, dass sie sich in den vergangenen Monaten von einstelligen Umfragewerten zu deutlich zweistelligen Vorwahlergebnissen hochgearbeitet habe. Genauso wolle sie auch ihren Rückstand in South Carolina aufholen. 

Trump-Unterstützer drängen Haley bereits seit längerem, sich angesichts der Dominanz des Ex-Präsidenten aus dem Rennen zurückzuziehen. Einige Beobachter hatten erwartet, dass sie relativ schnell nach der Abstimmung in New Hampshire vor mehr als einer Woche hinschmeißen könnte, um sich eine Blamage in ihrer Heimat South Carolina zu ersparen.