Den Wagen haben die Studenten der Hochschule gebaut Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Studieren und arbeiten, das ist begehrt bei jungen Leuten. Zum Studientag der Fakultäten Technik, Wirtschaft und Sozialwesen der Dualen Hochschulen sind die interessierten Schüler am Mittwoch in Scharen geströmt.

Stuttgart - Drei Jahre studieren, und dann auch noch Geld verdienen, das ist ziemlich attraktiv. Zumindest empfinden dies die Schüler der Region so. Zwischenzeitlich war der Andrang auf die technische Fakultät der Dualen Hochschule an der Jägerstraße in Stuttgart so groß, dass der Sicherheitsdienst die Türen schließen musste.

Im verwinkelten Gebäude waren zu viele Schüler unterwegs, folglich mussten einige vor dem Gebäude warten, bis sie herein durften. Insgesamt kamen 5500 Besucher zum Studientag an die diversen Standorte der Hochschule.

Die rasante Entwicklung scheint also weiterzugehen. In den Semestern 2013/2014 und 2014/2015 waren jeweils über 8700 Studenten am Standort Stuttgart der Dualen Hochschule Baden-Württemberg eingeschrieben. Vor drei Jahren lag die Zahl der Studierenden noch bei 7996.

Natürlich hat die Welle der Abitur-Doppeljahrgänge ihren Teil zur positiven Entwicklung beigetragen, doch die Hochschule ist optimistisch, ihre Studentenzahlen auf hohem Niveau halten zu können. „Unser Konzept überzeugt mit Qualität und kommt bei den Schulabgängern gut an“, sagt Carolin Höll von der Hochschul-Kommunikation. Mit guter Lehre in kleinen Klassen von maximal dreißig Studenten und rund 2500 Partnerunternehmen fühlt sich die Duale Hochschule Stuttgart gut aufgestellt.

"Den perfekten Mix aus Praxis und Theorie"

Gerade der Praxisbezug mit einem theoretischen Semester an der Uni und einem Semester Arbeit im jeweiligen Unternehmen wird von vielen Studenten als großes Plus gesehen wird. So kann man nach drei Jahren den Bachelor machen, und bekommt auch noch Geld fürs Studium. Schließlich ist man bei einem Unternehmen angestellt. Sina Müller, duale Studentin bei Hirschmann im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, hat sich aus diesem Grund für diese Ausbildung entschieden. „Hier habe ich den perfekten Mix aus Praxis und Theorie. Das macht Spaß.“

An 28 Standorten in ganz Stuttgart ist ein großes Angebot zu finden. „Wir sind breit gefächert, besonders im Gesundheitsbereich und im Sozialwesen sind die Plätze unglaublich schnell weg“, sagt Höll. Die außerdem weiß: „Die Schulabgänger werden immer jünger. In unserem Modell werden sie gut betreut und fühlen sich wohl. Der Unterschied zwischen Schule und Studium ist nicht so groß.“ Inzwischen ist ein dualer Abschluss, anders als in den Anfangsjahren, anerkannt und hat sich etabliert. Höll: „Hinzu kommt: Ein Studium an der Dualen Hochschule führt direkt ins Berufsleben, wer übernommen werden will, schafft das auch.“

Besonders gefragt sind die Kombinationsstudiengänge, wie Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik. „Wir haben seit Jahren einen immer größeren Andrang, schließlich sind die Berufsaussichten gut. Wir können nicht alle berücksichtigen. Die Räume sind knapp“, sagt Udo Heuser, Studiengangsleiter der Wirtschaftsingenieure.

Auch das Unternehmen Adolf Würth präsentierte sich beim Studieninformationstag und wurde förmlich überrannt. „Der Andrang war groß. Die meisten interessieren sich für den Bereich Wirtschaftsingenieur. Hier wurde die Zahl der Studienplätze bei Würth auch auf vier gesteigert“, sagt Maximilian Theiss, selbst dualer Student bei dem Unternehmen.

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