Das Dschungelcamp zieht um: Statt australischem Dschungel gibt es bald Schafe in Norden von Wales. Foto: dpa/Alexandra Frank

Die Corona-Pandemie betrifft auch die RTL-Erfolgssendung:  Schafe statt Schlangen und Thermounterhosen statt Shorts – was das Dschungelcamp in einer Burg im Norden von Wales erwartet.

Köln - Die Corona-Pandemie hat weltweit Pläne durchkreuzt, vieles gar unmöglich gemacht. Auch Fernsehsender waren und sind betroffen. Einige Zeit konnten sie gar nicht drehen, inzwischen nicht mehr unbedingt dort, wo es eigentlich geplant war. So auch RTL mit seinem Dschungelcamp. Zwar hatte der Kölner Sender immer wieder betont, man wolle an der Ausstrahlung der Erfolgssendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ festhalten. Dennoch war lang unklar, ob das Dschungelcamp stattfinden kann – und vor allem: wo. Am Freitag hat RTL mitgeteilt, dass die 15. Staffel nicht in Australien stattfindet, sondern in Großbritannien. Genauer: vom Bundesstaat New South Wales geht es in den Norden von Wales. Und somit dorthin, wo nun auch die englische Version der Show gedreht wird.

Im Januar heißt es dann für zwölf B-Prominente Schafe statt Schlangen – und vor allem Thermounterwäsche statt Shorts. Im Winter beträgt dort die Durchschnittstemperatur schließlich nur sieben Grad. In Australien sind es um die 30 Grad. Dennoch werden die Kandidaten wieder diverse Prüfungen bestehen und dabei an ihre Grenzen gehen müssen. Am Sendungskonzept werde festgehalten, heißt es bei RTL. Einzelne Formatbestandteile würden aber „für den neuen Produktionsort adaptiert“. Denn die Kandidaten werden auf einer Burg wohnen. Der Schauplatz erinnert somit ein wenig an die einstige Pro-Sieben-Show „Die Burg“.

Dschungelprüfungen im Norden von Wales?

„Australien scheidet derzeit für die Produktion aus, so wie für uns alle Urlaubsreisen in entfernte Länder schwierig oder gar nicht möglich sind“, begründete RTL-Geschäftsführer Jörg Graf den Schritt. Die Show wegen der Corona-Pandemie ausfallen zu lassen sei nicht infrage gekommen: „Wir wollen unbedingt im Januar wieder on air sein“, so Graf weiter. Man sei davon überzeugt, dass man das in der aktuellen Situation in Wales sehr gut umsetzen könne. „Wenn ich mir ansehe, wer alles teilnehmen wird, und mir dabei die Dschungelprüfungen in Wales vorstelle, würde ich am liebsten gleich loslegen mit der Show.“

Wer tatsächlich dabei ist, wollte der Sender allerdings noch nicht verraten. Sicher ist, dass das Moderatorenduo bleibt: Sonja Zietlow und Daniel Hartwich werden gewohnt bissig durch die Sendung führen. Vermutlich werden die Kandidaten auch in Wales nicht wie Schlossherren leben – trotz altehrwürdigem Gemäuer. Die Mahlzeiten werden wohl wieder hauptsächlich aus Reis und Bohnen bestehen. Ob auch allerlei Ekelkram verzehrt werden muss, ist nicht klar.

RTL will noch nicht viel verraten

„Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“ ist seit langem ein Erfolgsformat des Senders. Erster Dschungelkönig wurde 2004 der Schlagersänger Costa Cordalis (1944–2019). Das Finale der 14. Staffel im Januar 2020, das der Sänger Prince Damien gewann, verfolgten 6,22 Millionen Zuschauer, was RTL einen Marktanteil von 30 Prozent bescherte.

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