Elena Miras bei der Ekelprüfung im Dschungel. Die Schutzbrille passt wunderbar zum Tattoo. Foto: TVNOW

Die Dschungelcamp-Kandidatin Elena Miras zeigt keine falsche Scham und adelt den Bikini. Eine mutige und pädagogisch wertvolle Show.

Stuttgart - Viele schimpfen übers Dschungelcamp. Einerseits fragen sich die Leute, ob man über Känguru-Hoden debattieren darf, während in Australien der Busch brennt. Andererseits regt man sich über den Voyeurismus und Sexismus auf, der den Publikumserfolg solcher Fernsehformate erst ermöglicht. Wie müßig. Denn im Grunde ist das Dschungelcamp modernes Bildungsfernsehen.

Sich frei machen

Wie sonst ist es zu erklären, dass eine Kandidatin wie Elena Miras eine ekelhafte Prüfung – sie fiel sechs Mal in einen Bottich voller Fischabfälle – im Bikini absolviert? Ein Zweiteiler ist dafür denkbar ungeeignet, schleimige Fischköpfe kein stimulierender Anblick. Was wie ein antifeministischer Beitrag eines geltungssüchtigen TV-Sternchens ausschaut, ist in Wahrheit ein Zitat aus der Modegeschichte. Bereits in der Antike trugen Sportlerinnen Höschen und Brustbänder, die der heutigen Bademode ähneln. Mosaiken zeigen so bekleidete Römerinnen beim Wettkampf. Erst später wurden Frauen angehalten, sich ihres Körpers zu schämen. Elena Miras macht sich davon frei. So wird das Dschungelcamp zur pädagogisch wertvollen Sendung mit der Bikini-Maus!

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