Die Drogen waren in Containern versteckt. (Archivbild) Foto: picture-alliance/ dpa/Maurizio Gambarini

Noch nie wurde in Europa so eine große Menge des Rauschgifts beschlagnahmt. Das Kokain sollte in fünf Containern nach Deutschland verschifft werden. Die Drogenbarone verlieren so mehrere Milliarden Euro.

Hamburg - Der Zoll hat im Hamburger Hafen die größte Menge an Kokain gefunden, die jemals in Europa beschlagnahmt wurde. Insgesamt seien in fünf Containern aus Paraguay mehr als 16 Tonnen der Droge entdeckt worden, teilte das Zollfahndungsamt am Mittwoch mit. In der Folge der deutschen Ermittlungen zu dem Fund vom 12. Februar seien in Belgien am 21. Februar noch weitere sieben Tonnen Kokain beschlagnahmt worden.

Die Zollfahnder bezifferten den  Gesamtwert des Rauschgifts im Straßenverkauf auf mehrere Milliarden Euro. Als Verantwortlicher für die Einfuhr der insgesamt 23 Tonnen Kokain gilt ein 28-Jähriger Mann aus Vlaardingen in den Niederlanden. Dieser sei am Mittwochvormittag in den Niederlanden festgenommen worden. 

Dem Zoll zufolge wurden die Container aufgrund einer Risikoanalyse mehrerer europäischer Zollbehörden als verdächtig eingestuft. In einer Containerprüfanlage im Hamburger Hafen seien in mit Spachtelmasse in Blechdosen beladenen Containern deutliche Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Bei genauerer Nachprüfung seien dann über 1700 Dosen mit mehr als neun Kilogramm Gewicht voller Kokain gefunden worden.

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